Bericht von Sandra

mit STEPPPS, dem PeaceWalk von Deutschland beginnend bis nach Indien, Tibet und
Burma gehend.
von Thomas Heinrich Schm.ckel laufend neu ins Leben gerufen.

 

Danke, Danke, Danke …

für all die Wunder, die mehr und mehr sichtbar auf Erden werden, für all die Menschen, die
ihrer Sehnsucht nach Frieden und Liebe tats.chlichen Ausdruck geben,

für die himmlischen Führungen, die Begegnungen über Grenzen hinaus, auf HerzEbene
Wirklichkeit werden lassen.

Kurz vor Weihnachten 2013 erinnerte Thomas mich, dass ich vor Beginn seiner

FriedensPilgerung vom Frühjahr 2012 sagte, dass ich gern in Israel mitlaufen würde.

Im Herzen berührt davon, organisierte ich für Anfang Januar 2014 einen Flug nach Tel Aviv
in Israel und hatte 7 Tage vom 13.-20. 01. 2014, um mit Thomas und Hans, der ihn für
einige Wochen begleiten würde, mitzupilgern.

 
Montag, den 13.1. treffe ich Thomas und Hans in Newe Shalom, was Neuer Frieden
bedeutet. Wir sind untergebracht bei Howard, der uns Essen und einen Schlafplatz
anbietet. Howard berichtet uns, dass seit über 30 Jahren dieses Dorf besteht, in dem
Pal.stinenser und Isrelis als Nachbarn zusammenwohnen, um gemeinsam einen Ort des
Neuen Friedens im Alltag zu kreieren.

Welch wunderbarer PilgerStart für die kommenden 7 Tage.
Nach gemeinsamer MorgenMeditation und Frühstück geht es los. Ich bin neugierig, wie
meine mitgebrachten schmerzenden und müden Beine den Weg nach Beth Shemesh, dem
Heim der Sonne, gehen. In unserer Mittagspause nehmen wir uns Raum und Zeit für eine
Heilt.neinheit. Zwischen wilden Alpenveilchen rosa bis pink blühend und Ostergl.ckchen
widmen wir uns dem Thema der jüdischen Vorfahren und Ahnen für Lichtung und
Wahrhaftigkeit und Aufrichtung.

Weiter auf dem Israel Wanderweg finden wir einen „etwas l.ngeren“ Weg nach Beth
Shemesh. Mit meinen Willen des Weitergehens und einem innerlichen Mantra: „Schritt für
Schritt ist Glück“, schaffen auch meine Beine den letzten Anstieg zum Zentrum der Stadt.
Wir sind überrascht über diesen haupts.chlich arabisch besiedelten Ort mit auff.llig vielen
afrikanisch st.mmigen Menschen. Anscheinend sind es Flüchtlinge aus Afrika und ein
neues politisches Thema für Israel.

Nach erneuter Fokussierung einen Schlafort zu finden oder auch uns finden zu lassen,
kommen wir zu Raphael und seiner Familie, die sichtlich aufgeregt sind über dieses
„laufende“ FriedensProjekt. Freunde und Bekannte werden angerufen, w.hrend wir mit
Getr.nken, warmer Dusche, 2 SchlafZimmern und einer Waschmaschine mit Trockner
versorgt werden. Nachdem gemeinsamen koscheren Essen sehen wir die Finalsendung von
XFaktor, in der eine philippinische Einwanderin mit dem CoverSong “ I did it my way“,
diesen israelischen TalentSongContest gewinnt.

Am n.chsten Morgen finden wir nach anf.nglichen Orientierungsverwirrungen den Weg
hinaus aus der Stadt in Richtung Matai. Das Gefühl von „in welchem Land sind wir
eigentlich“, ist das nun Westbank, also pal.stinensisch, Israel oder sogar ein Bereich des
Niemandslands, wozu Newe Shalom geh.rt, was Howard uns erz.hlte. Als wir dann nach
einigen Kilometern die Hauptstrasse auf den wiedergefundenen IsraelTrail Richtung Matai
finden, gehen wir durch weissfelsige Waldgebiete. Das Gefühl von, nun gehen wir Richtung
Bethlehem, wie einst Maria, hochschwanger, und Joseph, breitet sich ehrfürchtig und
beglückt aus. Schwerfüssig und mit starker Willensanstrengung komme ich k.rperlich
Schritt für Schritt voran. Meine Seele hingegen tanzt vor Freude, hier auf diesem
wundersch.nen Weg gemeinsam mit Thomas und Hans gehen zu dürfen.

Wir kommen zum Sonnenuntergang in Matai an und werden von einem freudig wedelnden
wei.en Hund am Eingangszaun begrü.t. Um in den Ort zu kommen gehen wir durch das
Tor im Zaun. Wie so viele Orte, ist auch dieser israelische Ort als „Settlement“ auf
pal.stinensischem Gebiet umz.unt. Der Ort fühlt sich einladend an und nach kurzer Zeit,
eingeladen durch ein warmes freundliches Licht im Fenster, sind wir bei einer jungen Familie
mit vielen Kindern, die Freunde, Helfer und weitere Kinder zu Besuch haben. Das Leben
blüht in diesem Haus, und nach anf.nglichen Uberlegungen ob wir noch in diese Familie
mit hineinpassen oder doch zu dem befreundeten Schlafangebot gehen …. bleiben wir.

Am Abend kommt Tari, der Vater der Familie von seiner Arbeit an der Universit.t aus
Jerusalem, wo er eine Professur in „Buddhismus“ inne hat, nach Hause. Liebevoll begrü.t
er seine Kinder und seine Frau Yara. Danach uns, mit offenem Herzen wie zuvor seine Frau,
Angeregt durch die besonderen Bedürfnisse ihres .ltesten 12 j.hrigen Sohnes, die er als
Baby mit seinen Eltern durch einen Autounfall erfuhr, sind alle Nahrungsmittel von h.chster
biologischer Qualit.t und ich fühle mich gut gen.hrt und erfüllt.

Durch das Verlieren von Thomas Telefon bei der vorherigen Familie ergibt sich ein
Austausch von Yara und Raphael in Beth Shemesh, da Yara das Telefon von Thomas
abholt.

Dadurch kommen wir etwas sp.ter von dort Richtung Bethlehem los und konnten ausgiebig
und gut frühstücken.

Das Laufen geht an diesem Tag sehr gut. Meine Beine fühlen sich leicht und kr.ftiger an.
Nach anf.nglichem Naturweg verbindet sich der IsraelTrail mit der Stra.e, die weiter nach
Richtung Jerusalem f.hrt. Ja, es wird als n.chster Ort nur Jerusalem erw.hnt und nicht das
viel n.her liegende Bethlehem, was mich irritiert. Nach einem Hügel sehen wir dann
Bethlehem und es gibt immer noch keinen Hinweis auf den Schildern. Bethlehem in
Pal.stina ist von hohen Mauern umgeben. Es gibt von der Hauptstra.e aus einen kleinen
Tunnelweg, der in die Stadt hineinführt. Das wurde uns vorher von Tari erz.hlt. Am Eingang
von diesem Tunnel steht ein gro.es, imposantes, rotes Schild auf dem steht, dass es für
Israelis lebensgef.hrlich sei, sich in das pal.stinensische Gebiet zu begeben. Dieses Schild
ist von der israelischen Regierung aufgestellt und nicht von der pal.stinensischen, was ich
am Anfang annahm.

Mit gro.en Augen und ein etwas aufgeregtes Gefühl gehen wir unter der Hauptstra.e
hindurch, hinein in den Geburtsort von Jesus Christus. Wir finden zugleich einen kleinen
Olivenbaumhain und schwingen uns in Andacht und Klang zu Sonnenuntergang auf diesen
moslemischen Ort ein. Tief beglückt, erfreut und Willkommen machen wir uns in Richtung
Zentrum auf. An einer russisch orthodoxen Einrichtung wird uns freundlich und auch auf
deutsch sprechend weitergeholfen, den Weg zum Zentrum weiterzugehen. Insgesamt
dauert es 2 Stunden bis wir vom Hotel Sankt Gabriel zu dem MitarbeiterInnen Eingang der
gro.en Klosteranlage der „T.chter der Charité“, auch Holy Family genannt, geführt werden.
Der Hotelmanager hat uns nicht gesagt wohin wir zum Schlafen geführt werden, so ist
meine Uberraschung gro. als wir nach der kleinen Tür eine riesige saubere Klosteranlage
entdecken. Nach einigem Suchen finden wir einen Seiteneingang, wo im Nebenraum
gerade die Nonnen zu Abend speisen. Herzlich werden wir empfangen und wir gleich
werden die Speisen mit uns geteilt. Gern dürfen wir im ‚Guesthouse‘ übernachten, wo uns 2
SchlafR.ume für 2 N.chte zur Verfügung gestellt werden. Es fühlt sich an, wie ein zur Ruhe
kommen am Ort der Geburt Jesus Christi.

Die Managernonne erz.hlt uns aufgeschlossen von ihrer Mission den .rmsten im Land zu
dienen …. Und das sind die Kinder und die Frauen.

Es gibt hier ein Heim für Kinder von der Geburt bis zum 6. LebensJahr und ein Hospital,
indem auch Kinder zur Welt gebracht werden.
In der gelebten moslemischen Form hier, dürfen Frauen nicht au.erehelich schwanger
werden. Ist dies der Fall, l.uft die Frau Gefahr umgebracht oder zumindest aus der Familie
ausgesto.en zu werden. Diese Frauen wenden sich an diese Einrichtung für Unterstützung
und bringen ihre Kinder hier zur Welt oder geben sie hier ab oder setzen die Neugeborenen
irgendwo aus, wo sie, wenn sie gefunden werden, zu dem Kloster gebracht werden.

In bunten Farben sind die W.nde des Heimtrakts bemalt, mit Motiven aus dem „Kleinen
Prinz“. Die Kinder sind in Schlafs.len nach Alter aufgeteilt, in denen ordentlich und sauber
Bett an Bett aufgestellt ist.

Die Nonnen und der Sozialarbeiter setzen sich bei der Regierung seit Jahren dafür ein, dass
die Kinder und Frauen Rechte erhalten. Viele Kinder aus dem Heim erhalten keine Papiere.
Nach dem 6. Lenbensjahr müssen die Kinder in ein staatliches moslemisches Heim. Denn
auch ohne Papiere werden die Kinder ohne Eltern von Geburt an, als Moslems angesehen,
wonach sie erzogen werden sollen.

Wie ist ein internationaler Frieden m.glich, wenn Frauen und Kinder unter starken
Repressalien zu leiden haben?

Eine gro.e Hochachtung empfinde ich für diese Nonnen, die ihr Leben den Dienst an den
.rmsten und Gott gewidmet haben. Schwester Elisabeth antwortet auf eine Frage von mir,
dass sie alleine die Bewirtschaftung dieser „Einrichtung“ nicht schaffen würden. Nur mit
g.ttlicher Hilfe w.re das m.glich. Humor, Hoffnung und Vertrauen strahlen aus ihrem
Herzen.

Nach Meditation und Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung „Nativity Church“,
der Geburtskirche von Jesus Christus. Thomas hat noch einen Kontakt von der „Holy Land
Trust“ Organisation, mit dem Begründer Sami Awad. Er m.chte gern einen pers.nlichen
Kontakt mit Sami.

Seit über 15 Jahren ist Sami mit dieser Organisation international bemüht ein
Friedensbewusstsein zwischen Israel und Pal.stina zu kreieren. Durch internationale
Berichte aus der Friedensarbeit, ist Thomas auf ihn aufmerksam geworden.

Auf dem Weg zur GeburtsKirche spricht uns ein „mobiler Teemacher“ an. Thomas fragt ihn
zugleich, ob er Sami kenne. Dieser bekommt gleich gro.e Augen, bringt seinen Tee vom
Tablett noch weg und führt uns dann zu dem Haus, der Holy Trust Organisation von Sami,
was gleich um die n.chste Stra.enecke liegt. Wir werden freundlich empfangen und zum
Assistenten von Sami gebracht, der den vollen Terminkalender von ihm verwaltet. An
diesem und an dem folgenden Tag hat es erstmal kein freies Begegnungsfenster.
Telefonnummern werden ausgetauscht, mit der Absicht, dass sich vielleicht noch eine
M.glichkeit finden wird.

Wir nutzen dankbar die Chance eines vorhandenen Meditationsraumes, um eine
HeilT.nEinheit für den „Unfallschock“ der vorherigen BeherbergungsFamilie in wandelnde
Schwingungen zu bringen. Beim T.nen berührten wir gleichzeitig mehrere Ebenen vom
famili.ren, individuellen Schock und weitl.ufigeren Schockthemen von Israel und seinen
historischen, weiblichen und m.nnlichen Erlebnissen.

Am Hauptplatz Bethlehems gibt es ein „FriedensZentrum“ an dem ich eine

Karte vom Land Pal.stina kaufe. Im gemeinsamen angucken mit Thomas und Hans,
werden mir die „nebul.sen“ Israel – Pal.stina Landzuordnungen, die sich über die Jahre hin
entwickelt haben, deutlicher: Israel wird immer gr..er seit 1948 und Pal.stina wird immer
kleiner und zerstückelter.

Wir verbringen den weiteren Nachmittag einzeln, mit dem Besuch der Kirchen und seinen
besonderen Pl.tzen.

Am kommenden Morgen teilen Sami Awad und ein beruflicher Freund Axx das Frühstück
mit uns. Eine internationale interreligi.se Zusammenkunft im CafeRaum der Nonnen im
Kloster ist freudig und inspirierend.

Eine Erz.hlung vom friedlichen Widerstand begleitet mich, als Sami sagte,

dass der Widerstand sich von einer politischen linearen Bewegung zu einer sich inneren
Transformation und zyklischen Kraft gewandelt hat. Als Beispiel erz.hlt er von dem
FrauenFriedensLauf in Stille, der von Jerusalem nach Bethlehem ging. Ein Zusammenlaufen
von israelischen und pal.stinensischen Frauen in Frieden und Stille und die M.nner im
Hintergrund wachsam und aufmerksam. Diese energetische Kraft habe Sami tief berührt
und in ihm einen Wechsel in seiner Friedenssicht bewegt. Desweitéen macht er mir
bewusst, dass zwischen Deutschland, Israel und Pal.stina eine Verbindung zum Thema
Schuld besteht und dass der T.ter – Opfer – Kreislauf weiter seine Runden zieht, wenn er
nicht individuell und kulturell gewandelt und geheilt würde. Und genau zu diesem Thema
macht die Holy Land Trust Organisation International und auch in Deutschland
Bewusstseins- und Heilungsarbeit.

Mit einem Kreis in Stille verbinden wir uns und gehen auseinander. An diesem

18.01.2014, zur armenischen GeburtsFeier Jesus Christi, pilgern wir weiter von Bethlehem
dem Geburtsort von Jesus Christus nach Jerusalem, dem Tod und Wiedergeburtsort vom
Christus. Welch ein Segen, diese zyklische Kraft an diesem Tag zu spüren und zu befrieden
im Gehen.

Wir gehen an der Mauer entlang und suchen den Durch- und Ubergang zur israelischen
Seite. Den, den wir finden, ist nur für Autos. Wir werden weitergeschickt umd finden den für
Fu.g.nger. Als wir hindurch sind sehen wir auf der anderen Seite, dass der direkt neben
dem Autodurchgang liegt, wir jedoch ziemlich weit dafür laufen mussten.

Es ist Samstag, also jüdischer Shabbat, an dem nicht gearbeitet und auch keine weiteren
gr..eren Anstrengungen von Juden unternommen werden. So sind die
Stra.en relativ leer. Im Vorort von Jerusalem, einer Wohnsiedlung machen wir an einer
Bushaltestelle Rast. Dann Laufen aufgeregt M.nner an uns vorbei, wobei der eine eine
schwarze Pistole tr.gt … Mir ist nicht ganz deutlich ob es Spiel oder Ernst ist, vor allem weil
direkt danach zwei jüngere M.nner an uns vorbeigehen und einer eine schwarze Pistole
tr.gt, die er anscheinend im Spiel auf den anderen richtet und ab und zu mit einem
h.rbaren Klick abdrückt. Fühlt sich sehr surreal für mich an.

Nach einiger Zeit erhalten wir eine direkte Wegbeschreibung für die Alte Stadt in Jerusalem
und Pilgern durch das Zion Tor hinein in das jüdische Viertel. An einem offenen Platz
genie.en wir die letzten Sonnenstrahlen und genie.en das Shabbatleben am Platz.

Alle drei wundern wir uns, wie leicht und schnell es von Bethlehem hier nach Jerusalem
ging, auch wenn die Mauern der Grenze und der israelische graue Grenzübergang
abweisend und be.ngstigend befangen h.tte machen k.nnen.

Nun geht es auf Unterkunftsuche in der Stadt.

Ein Bekannter von Thomas, der hier wohnt ist telefonisch informiert und h.rt sich auch für
uns um, hat sich jedoch noch nicht gemeldet. So kommen wir im christlichen Viertel und
Fragen dort in einem Guesthaus. Sie selbst haben nichts frei geben uns jedoch 3 weitere
Guesthousewegbeschreibungen. Nach mehreren Anfragen spricht Thomas eine junge Frau
an, die sehr interessiert an dem Projekt ist und wir uns herzlich umarmend verabschieden.
Sie ist Studentin hier und stammt aus den USA und erz.hlt, dass sie sich organisatorisch in
Jerusalem eingelebt h.tte, jedoch innerlich es sich noch ‚verwirrend‘ anfühlt. Auf unserer
Unterkunftsuche fühlt es sich gerade auch etwas ‚ verwirrend ‚ mit all den verschiedenen
Glaubensvierteln, die wir in kürzester Zeit mit den unterschiedlichsten Eindrücken ‚
durchlaufen‘ haben, an. W.hrend dieses Zusammentreffens klingelt Thomas Telefon und
der Bekannte von Thomas hat jemanden, der uns aufnehmen m.chte. Nach mehreren
organisatorischen Telefonaten verabreden wir uns am Damaskustor und finden durch das
Jaffator hinaus, nach mehreren Telefonaten den Weg zu ihm; Ibrahim, ein arabisch
aussehender Mann, der gerade mit Touristen im Gespr.ch ist und uns nur kurz begrü.t.
Ohne M.glichkeit etwas zu erz.hlen oder zu Fragen landen die 3 weiteren Touristen ,
Ibrahim und wir in einem Bus, der uns von der alten Stadt wegf.hrt. Es fühlt sich etwas wie
Schnitzeljagd an, denn wir wissen nicht wohin und ab und zu erz.hlt Ibrahim auf Englisch
etwas zu bestimmten Pl.tzen an denen wir vorbeifahren. An einem Aussichtsplatz halten
wir und k.nnen die n.chtliche Aussicht auf die alte Stadt genie.en. Wie sich sp.terherausstellt sind wir auf dem .lberg gelandet und übernachten in einer Art ‚Hostel für den
Frieden‘ mit internationalen G.sten in einem arabischen Viertel. Ibrahim bewirtet uns alle
und erz.hlt und erz.hlt und erz.hlt von seinen interreligi.sen Friedensphilosophien und
seiner Idee aus diesem Ort eine Art Friedensort, wie ‚Tamera‘ in Portugal zu machen. Ohne
dass wir irgendetwas besprechen k.nnen, gehen wir müde davon aus hier bleiben zu
k.nnen.

In dem Mehrbettschlafraum ist es kalt und für meine Nase kaum zu ertragen. Ich fühle mich
nicht wohl und m.chte am liebsten weiterziehen. Nach kurzem Austausch mit Hans und
Thomas bleiben wir und ich ziehe in ein Zimmer mit einer jungen Deutschen ein. W.hrend
der Morgenmeditation ist innerlich zu spüren, welch Licht an diesem Ort strahlt und ich bin
froh weiterhin offen geblieben zu sein, auch wenn es sich zuerst für mich ‚unertr.glich‘
angefühlt hat. Eine besondere Herz.ffnungsschulung für mich an diesem Ort.

Wir entscheiden weiter hier zu bleiben und somit wird meine letzte Nacht in Jerusalem an
diesem besonderen Hostel auf dem .lberg sein.

Nach der Meditation entscheiden wir uns gleich weiter mit einer HeilT.nEinheit für die
WiederErinnerung an die heile Heilige Weibliche Kraft in dem Heiligen Land von Israel und
Pal.stina zu machen. Wundersch.n und erfüllend in Herz und Raum gehen wir dann zum
Frühstücken. Danach ver.ndert Thomas Aushangsanweisungen im Hostel von ‚your
mother is not here‘ zu ‚ be your mother‘ und r.umen auch einige Gemeinschaftsfl.chen auf.
Ich fühle mich tief beglückt diese Erfahrungen in Gemeinsamkeit machen zu dürfen und
mein Herz in Frieden zu fühlen mit dem was ist.

Wir gehen den ‚Eselsweg‘ am .lberg hinab und kehren in den Olivenhain ein, an dem Jesus
am Karfreitagmorgen festgenommen wurde. Beim Verlassen von diesem touristisch
eingerichteten Ort, werden wir von israelischen Soldaten aufgehalten. Ein
englischsprechender etwas .lterer Herr erz.hlt uns, dass gleich ein kanadischer Minister
oder sogar der Premierminister vorbeikommt. Hinter uns taucht eine Frau auf, die sagt, sie
h.tte auch einen Minister aus Serbien hier und m.chte durch, dahinter steht eine japanisch
folgsam wartende Touristengruppe und davor noch die arabisch wirkenden Torw.rter. Eine
Kreuzung von unterschiedlichsten Menschen auf der Welt kommen hier zusammen und
halten einen Moment inne in ihren pers.nlichen ‚ Wichtigkeiten‘. Eine Verbindungskreuzung
erinnert mich an die Kraft von Neuen Verbindungsenergien aus der Kreuzigung heraus.

Dieser Moment ist magisch und l.st eine wundervolle kindliche Freude in mir aus.

Durch das Lionsggate gehen wir wieder in die alte Stadt, um zu versuchen in den Tempel
mit der goldenen Moschee zu gelangen. Wir werden am Tor abgewiesen, weil heute am
Sonntag nur der Eintritt für Moslems erlaubt ist, auch das Beschreiben von Thomas, dass er
sich mit allen Religionen verbunden fühlt und diese lebt, hat keinen Erfolg. Mein Wunsch ist
noch die Klagemauer zu spüren und stelle zuerst erstaunt fest, dass die Klagemauer im
englischen als Western Wall benannt ist, und ich mich frage woher im Deutschen der Begriff
der ‚Klagemauer‘ stammt. An der Mauer selbst, die in m.nnliche und weibliche Bereiche
eingeteilt ist, empfinde ich den Ort als intensiven Gebetsraum und fühle mich verbunden
mit den meist jüdischen Frauen, die in Stille oder gesprochen ihre Gebete senden. Dieser
Ort tr.gt die geschriebene Botschaft, dass hier die ‚G.ttliche Essenz‘ ruht; am Tempel
Salomons.

Uberglücklich diesen Moment leibhaftig zu erleben steigen wir weitere Treppen hinauf und
fühlen uns angezogen von musikalischen Kl.ngen eines Klaviers. Wir werden in eine Art
Lagerraum hineingebeten wo wenige Stühle stehen und ein Klavierspieler an seinem
Instrument sitzt. Wir teilen seine Musik und er erz.hlt, dass er nur mit seinem ganzen
Herzen spielen kann und seit etwa zehn Jahren erkannt hat, dass seine Art zu spielen die
Herzen der Menschen berühre. Je nach Nationalit.t der Zuh.rerInnen spielt er ein Lied aus
dem jeweiligen Land. Wir genie.en dieses kleine Konzert und Thomas faltet auch für ihn,
wie vielen, denen wir begegnen, einen Friedensvogel. Gemeinsam mit dem Pianisten
verlassen wir den Raum und verabschieden uns herzlich. Ich gebe ihm die Hand, weil ich
nicht sicher bin, ob ich als fremde Frau ihn als jüdisch Glaubenden k.rperlich umarmen
kann. Die beiden M.nner umarmen ihn. Ich wollte schon weitergehen und dann spricht er
mich auf eine Umarmung an. Wir umarmen uns warm und herzlich und gehen dann
auseinander. Nach kurzer Zeit treffen wir uns wieder und er m.chte uns ein Stück unseres
Weges begleiten. Zuerst fragt er uns ob irgendjemand mit jemanden verheiratet ist und
wirkt irritiert dass es nicht so ist. Dann sagt Thomas ihm, dass wir im Pilgern an sich in Stille
gehen. Nach einem kurzen Stück verabschiedet er sich und sagt, dass ihn die
Umarmungen sehr berührt haben.

Es ist wahr … Frieden beginnt im Innern, von Herz zu Herz, wenn Liebe flie.t.

M.gen unsere Herzen weich werden für die sanften starken Momente der Gefühle von
Liebe, die zwischen allen Wesen in Begegnung und Berührung flie.en.

 
Am Abend machen wir eine letzte Austausch-, Sharingrunde. Diese 7 Tage mit Hans,
Thomas und dem Steppps – Peacewalk – Projekt haben mir ungeahnte Türen zu mir und
anderen ge.ffnet.

 
Schritt für Schritt wird der Moment mehr und mehr in seiner g.ttlichen Vollkommenheit
sichtbar.

 
Salam

Shalom

Om Shanti Om

Friede sei mit Dir

 
Sandra Tants

KONTAKT: Thomas Heinrich Schm.ckel

STEPPPS – Peacewalk

www.steppps.net

Facebook: Steppps – Peacewalk

 

 

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