Mitternacht 19./20.8.

Thomas schreibt:

Es ist Mitternacht.
Nach einem durchgewanderten Tag, der Ankunft in Bucovat, einer Umlagerung bei der Quartiersuche, mit Gefolge in die Kirche zumPriester ,der dann natuerlich nicht nein sagen konnte, einer folkloristischen Tanzvorfuehrung der Jugend dieses Dorfes, Abendessen mit orthodoxem Priester und dem Buergermeister,sitze ich nun hier in unserem Uebernachtungszimmer und bin supermuede. Paulin schlaeft schon auf dem Sofa und ich wuerde so gerne so viel schreiben. Kann aber kaum die Augen aufhalten.

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Gestern Uebernachtung in einem alten Haus auf dem Betonboden. Es gehoert der auf dem Sterbebett liegenden Mutter des Hauses, die von ihren beiden Toechtern abwechselnd gepflegt wird. Der Tod wir jederzeit erwarten, wir sollen still sein, trotzdem duerfen wir hier zu viert uebernachten.

Bruno ist abgereist / Annelie ist gekommen – fuer 4 Monate
Am ersten/letzten gemeinsamen Uebernachtungsplatz treffen wir Mihai, einen wissbegierigen, herzoffenen, gastfreundlichen protestantischen 27jaehrigen Christen. Wir tauschen uns aus, verneigen uns voreinander, achten uns zutiefst, hoeren staunend und spannend zu, essen im Schweigen und achtsam miteinander. Der Priester, der uns auch kennenlernte, sagt am naechsten Morgen zu Mihai am Telefon: Die Art und Weise wie wir aufgetreten sind, hat ihn zur Einsicht gebracht, das die Christen exklusiv sind, nicht offen fuer andere Glaubensrichtungen sind – was fuer eine Erkenntnis – wir sind erstaunt und dankbar. Mihai hat am naechsten Morgen 100te Fragen. Zum Atmen – Wie beherrsche ich meinen Geist – wie urteile ich nicht…..  Ich singe ihm ein paar Obertoene …..

Die Landschaft beginnt huegelig zu werden. Warum nur ist diese Schoenheit Rumaeniens in Europa nicht bekannter – Das Fragezeichen funktioniert an diesem Computer nicht bzw. sagen die Tasten was anderes als was dabei raus kommt. Warum ist nicht bekannter wie unglaublich gastfreundlich die Rumaenen zu uns sind.

Die Rumaenen sind unglaublich reich – weil sie teilen.

Von hier aus geht es jetzt endgueltig in die Karpaten. Morgen auf 600 Meter, Uebermorgen auf 1300 Meter.

Huehner, Enten, Pferde, Kuehe, Gaense, alle laufen auf der Strasse herum.

Die Sonne lacht schon seit Ende April fast ununterbrochen vom Himmel. Es gefaellt mit inzwischen, wenn es uebertags ueber 30 Grad im Schatten ist, selbst wenn wir laufen.

Die Schritte machen weiter Spass. Die Gruppe hat mit ihren Mitgliedern viele Potentiale und Talente gebuendelt. Es ergaenzt sich alles ganz fein.

Und so vieles vieles mehr. Ich bin dankbar fuer all die guten Gedanken, Worte, Taten, Schritte, Atemzuege, Meditationen…….

Das ? gefunden. Es war dort wo der Doppelpunkt angezeigt wurde. Smilie – Laechel

Danke, dass es euch alle gibt. Wir werden weiter fuer den Frieden auf diesem wundervollen Planeten gehen, atmen, sprechen, sein……

Eine arme Familie – Oma mit zwei verstossenen Enkeln braucht Eure finanzielle Unterstuetzung. Dazu bald mehr.

Ich hatte ein paar Schweigetage – schon bevor wir nach Rumaenien hineingingen – das moechte ich auch noch mit Euch teilen.

Herzgruesse
Thomas

 

 

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