Über Tulln nach Königstetten

Mein Weg führt mich heute noch etwas an der Donau entlang, bevor ich die Richtung in Tulln nach Südost verändere. In Tulln besorge ich mir neue Karten, die ich kostenlos in der Touristeninfo bekomme. Sogar einen Stadtplan von Wien erhalte ich dort.
Etwa 1 1/2 Stunden vor Königstetten komme ich an einem neuen wunderschönen Spielplatz vorbei und raste auf einer Bank. Niemand spielt in diesem Moment auf dem Platz so dass ich zur Ruhe komme.
Plötzlich merke ich, wie ich entspanne. Der Wind aus Ost hat nachgelassen, ein leichter Westwind hat eingesetzt, über mir erkenne ich Klarheit in der blauen Himmelslücke. Die Spannung in der Luft hat sich gelöst. Ich versinke in einen tiefen erholenden Schlaf und freue mich riesig darüber. Noch im Halbschlaf kommen zwei Jungen, die auf dem Platz spielen wollen und sagen zu sich: „Das ist wohl ein Penner, der ruht sich aus“ und „wir haben hier so ne Sprenkleranlage, die können wir ja mal anschalten“ 🙂 Die beiden sind zwei supernette aufgeschlossene Jungs, die mit einen Fussball immer wieder auf ein Tor zielen.

In Königstetten, als ich in den Ort komme, kommt so eine Ahnung zu mir, die sagt, geh mal zum Pfarrhof und mein Verstand der sagt: Nicht schon wieder!! Alles deutet aber daraufhin, dass das Quartier in der Nähe der Kirche liegt. Nach einigem Hin und Her stehe ich vor einem denkmalgeschützten kleinen Haus mit einer tollen Ausstrahlung. Als ich näher herangehe, sehe ich, es ist der Pfarrhof. Mein innerer Kommentar: Na gut, dann klingeln wir eben doch hier. Der Pfarrer Franz Großhagauer und Anna Gruber, die gute Seele des Hauses….. nein hier muss ich sagen, die beiden guten Seelen des Hauses!!!!!!!! Es geht eine ganz schöne Schwingung von dem Pfarrer aus, die mich gleich erreicht. Und jetzt kommt es!!!!! Ich stelle fest, diese beiden wunderbaren Menschen im Dienst der katholischen Kirche sind die ersten Kirchenangestellten, die ich in den letzten 5  Jahren auf den verschiedenen Pilgeretappen kennenlernte, die sich gesund, vollwertig und mit Bio-Produkten ernähren. Es ist so ein Segen, dass ich an diese Tür geklopft habe um die beiden kennenzulernen. Und es kommen Aussprüche wie: Wir müssen die Schöpfung bewahren!!!!!!!!!!! Die beiden haben ein tolles Bewußtsein und ich bin so dankbar, das es die beiden gibt. Stellvertretend für die vielen anderen, die ich in den Kirchen kennengelernt habe, geben sie mir Hoffnung, das es auch dort noch einen Wandel geben kann.
Auf die Frage beim Frühstück bei Kamutbrot und anderen Leckereien „Könnt ihr nicht dahinwirken, dass sich innerhalb der Kirche ein anderes Bewußtsein bezüglich Ernährung und Umwelt entwickelt“ kommt die schlichte Antwort: „Wir können es auch nur vorleben und ein lebendiges Beispiel sein“
Danke danke danke dass es Euch gibt. 🙂 🙂 Dicke Umarmung an Euch.

Comments are closed.