{"id":576,"date":"2011-05-15T20:08:29","date_gmt":"2011-05-15T18:08:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steppps.net\/steppps\/?p=576"},"modified":"2011-05-15T20:08:29","modified_gmt":"2011-05-15T18:08:29","slug":"uber-ostern-war-ashvini-mitpilgerin-ihr-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2011\/05\/15\/uber-ostern-war-ashvini-mitpilgerin-ihr-bericht\/","title":{"rendered":"\u00dcber Ostern war Ashvini Mitpilgerin, ihr Bericht"},"content":{"rendered":"<p>Friedenspilger Einblicke und Ausdr\u00fccke mit der Gruppe und Thomas vom 16. \u2013 30. April<\/p>\n<p>Friedenspilgern wie geht das eigentlich, wollte ich wissen. Ich hatte von Thomas geh\u00f6rt, fand es spannend und dann wirklich richtig toll. Als Sandra sich angeboten hatte mit dem Auto zu fahren und auch nach Gastgebern f\u00fcr alle Mitpilger\/innen Ausschau zu halten war ich begeistert. So konnte ich meinen Schlafsack und Isomatte im Auto lassen plus noch eine kleine Tasche mit Extra wie eine 2. Lange Hose, die noch etwas w\u00e4rmer war, oder Pullover und Hose f\u00fcr die Nacht. Ich konnte mir das Wetter nicht vorstellen. Auch hatte ich gedacht, noch ein weiteres T-Shirt, Strickjacke und ein zweites Handtuch ist nicht schlecht.<\/p>\n<p>Am Samstag Abend sind Sandra und ich gemeinsam in Bregenz angekommen. Die Unterkunft f\u00fcr die Nacht und treffen mit den Mitpilgerern war bei Nicole. Wir waren die ersten und haben uns miteinander bekannt gemacht. Als auch Thomas mit Helge und Silke von Lindau ankamen haben wir zu abend gegessen und hatten wir eine kleine Austauschrunde zum kennenlernen, was f\u00fcr Erwartungen und Organisatorisches usw. \u00a0Au\u00dfer Thomas kannten wir uns ja nicht. In Nicoles Wohnung haben wir uns dann ausgebreitet. Sofa und Fu\u00dfboden mit Isomatte und Schlafsack belegt einschlie\u00dflich Rucks\u00e4cke und Klamotten. Danke Nicole, es war so sch\u00f6n. Am morgen um 6 Uhr aufstehen \u2013 wie dann jeden morgen \u2013 Badezimmer oder Sachenpacken oder Fr\u00fchst\u00fcck vorbereiten und aufr\u00e4umen. Um 7 Uhr meditieren, das hei\u00dft: sch\u00fctteln- recken- g\u00e4hnen, hinsetzen t\u00f6nen- stille, manchmal Austausch. 8 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck, manchmal in Stille. 9 Uhr losgehen. Vor der T\u00fcr treffen in der Runde zusammenstehen um all unsere Helfer und Geistwesen einzuladen, f\u00fcr einen guten Tag, f\u00fcr Hilfe zu bitten f\u00fcr uns f\u00fcr das Pilgerprojekt- f\u00fcr Frieden von Mensch, Tier und Natur- f\u00fcr sch\u00f6nes Wetter oder sch\u00f6ne Erlebnisse, f\u00fcr die Achtung der gesamten Sch\u00f6pfung, f\u00fcr die Gastgeber des jeweiligen Abends ect. Noch einmal Verbeugung vor unserer G\u00f6ttlichkeit.<\/p>\n<p>Wir hatten uns auch vorgenommen stehen zu bleiben, wenn die Kirchenglocken l\u00e4uten. Inne zu halten und dem Gel\u00e4ut zu lauschen. Mir gef\u00e4llt das sehr, diese kleine Pause.<\/p>\n<p>Es war Sonntag und wir in einer katholischen Region, erst einmal ein bi\u00dfchen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Der erste Tag, gemeinsam gehen Schritt f\u00fcr Schritt in Achtsamkeit und in Stille. Die Erde zu sp\u00fcren, die Umgebung, die Mitpilgerer und auch mich zu sp\u00fcren, vielleicht auch unsere eingeladenen Helfer wahrzunehmen, ganz mit mir in Einklang zu sein. Das ist schon ein sch\u00f6nes Ziel das sich zu \u00fcben lohnt.<\/p>\n<p>Nicole ist noch den halben Tag mit uns gepilgert, durch ein Tal mit einem Flu\u00df. Auf der anderen Seite B\u00e4rlauchfelder unter B\u00e4umen, wie lecker und gesund. Es ist immer alles schon da.<\/p>\n<p>Durch den Wald, kleine Anh\u00f6hen, weite bunte Wiesen mit den vielen Wildkr\u00e4utern. Es geht langsam Bergauf. Nach einer l\u00e4ngeren Pause verl\u00e4sst uns Nicole und wir gehen weiter.<\/p>\n<p>Ich versuche meine Gedanken zu sammeln gehe eine Weile f\u00fcr die heutigen Gastgeber. Ich kann mir nicht vorstellen wie Sandra das schaffen kann, ohne Geld f\u00fcr 5 Leute, die die Gastgeber noch gar nicht gesehen haben, eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit zu bekommen. Ich dachte an Sandra und habe ihr Kraft, Leichtigkeit, Gelassenheit gew\u00fcnscht und bin auch f\u00fcr sie eine Weile gepilgert. Einfach f\u00fcr das Gelingen. \u2013 Die Gedanken wandern so leicht davon. \u2013 Atmen, sich erinnern was jetzt ist und wieder in dem Moment bleiben.-<\/p>\n<p>Und das hat mich am meisten beeindruckt: Jeden Abend haben Menschen ihre T\u00fcren und ihre Herzen aufgemacht uns eingelassen und willkommen gehei\u00dfen. Wir bekamen eine Schlafm\u00f6glichkeit, essen am Abend und am morgen. Ich danke Dir Sandra, das Du mit uns warst und f\u00fcr uns gesorgt hast.<\/p>\n<p>Ich danke aber auch den lieben Gastgeber Familien, dass ich so gute heilsame Erfahrungen machen durfte. Diese Offenheit die mich so sehr \u00fcberrascht hat.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit auf Menschen zu treffen die offenen Herzen sind und interessiert an dem Friedenspilgern und sich mit uns austauschen, geben mir ein Gef\u00fchl von Liebe und auch mein Herz \u00f6ffnet sich. Es f\u00fchlt sich so richtig an.<\/p>\n<p>Jeder einzelne Tag war voll Bereitschaft f\u00fcr gro\u00dfe und kleine Gl\u00fccksmomente und Wunder.<\/p>\n<p>Als wir in St. Annen in einer kleinen Kapelle mit Sandra verabredet auf dem Weg nach Hittisau. Das Wetter war wieder wunderbar. Wir waren schon am Flu\u00df gewesen und ich habe meine F\u00fc\u00dfe im Wasser abk\u00fchlen lassen. Vorbei wieder an den sch\u00f6nen Bl\u00fctenwiesen und die hohen Berge rundherum zum Teil mit Schnee. Wir sind zuerst Jede\/r f\u00fcr sich alleine in die Kapelle gegangen, die sehr einfach und liebevoll geschm\u00fcckt war. Ich habe gesungen und es hallte wunderbar wieder. Ich war ganz ger\u00fchrt.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen auf der Bank in der Sonne zu sitzen war schon sehr warm. Da kam eine \u00e4ltere Frau aus dem Haus neben der Kapelle und sagt uns, wir k\u00f6nnten in ihrem Garten sitzen denn dort war es schattig und sehr gem\u00fctlich. Sie hat uns auch einen frischen Kr\u00e4utertee gekocht. Einfach so.<\/p>\n<p>Als Sandra auch da war haben wir erst Mittags- Picknick auf der Wiese gemacht und einen langen Austausch gehabt. Wir hatten alle viel zu erz\u00e4hlen. Dann sind wir zusammen in die Kapelle gegangen und haben get\u00f6nt und ein Gebet gesprochen. Das war unglaublich. Welche Kl\u00e4nge, welche Kr\u00e4fte waren da wohl am wirken? Ich war ganz verzaubert und das hat mir den ganzen Nachmittag Kraft gegeben, denn der Weg wurde beschwerlicher und stieg stetig an. In mir war es friedlich und still.<\/p>\n<p>Einen anderen Tag sind wir auch wieder los gepilgert. Erst am Bach entlang durch Felsenabh\u00e4nge Serpentinm\u00e4\u00dfig \u00fcber dicke Baumwurzeln immer weiter in die H\u00f6he, Schritt f\u00fcr Schritt f\u00fcr Schritt und kamen \u00fcber einer alten Holzbr\u00fccke an einem der \u00e4ltesten S\u00e4gewerke dieser Gegend vorbei. Viele dicke B\u00e4ume lagen hier. Das S\u00e4gen war sehr laut und ich bin zu einen dicken gef\u00e4llten Baum gegangen, stellvertretend f\u00fcr alle B\u00e4ume, habe die Augen geschlossen, gebetet, gedacht, geh\u00f6rt, gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Holz ist sch\u00f6n, T\u00fcren- Parkett- Fenster- H\u00e4user- M\u00f6bel und es ist gut Holz zu haben und es m\u00fcssen auch B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, aber ben\u00f6tige ich alles, nur weil es das gibt? Wie gehe ich damit um?- Die Regenw\u00e4lder werden immer weiter abgeholzt auch um das Holz zu verfeuern, oder um das Land anders nutzbar zu machen. Wir sind angewiesen auf die B\u00e4ume. Ich habe darum gebetet, da\u00df Menschen achtsamer werden Umweltbewu\u00dfter und nur nehmen was sie ben\u00f6tigen. Es ist so sch\u00f6n einen Baum zu umarmen. B\u00e4ume haben so viel Wissen und Kraft. Wenn ich die Bl\u00e4tter eines Baumes esse, f\u00fchle ich die Kraft des ganzen Baumes in mir.<\/p>\n<p>Beim gehen denke ich an meine Beine- meine Baumwurzeln- Wie gut sie mich tragen, wie langsam ich bin.<\/p>\n<p>Wir kommen vorbei an Bergabh\u00e4ngen mit gro\u00dfen Felsbrocken vielleicht von Bergabrutschen oder Lawinen. Die liegen in der Landschaft und auf einigen wirklich gro\u00dfen Brocken wachsen gro\u00dfe B\u00e4ume mit dicken langen Wurzeln rundherum tief in die Erde gegraben. Der Felsbrocken sozusagen mit dem Baum verwachsen. \u2013 Beim gehen habe ich mich daran erinnert bewusst zu gehen. Die F\u00fc\u00dfe zu sp\u00fcren und mich mit der Erde zu verbinden. Pause im Schatten. Wie gut es ist einen Augenblick aus der Sonne heraus zu kommen. Ich habe mich w\u00e4rmer angezogen und ein bi\u00dfchen geschlafen.<\/p>\n<p>Das Wasser um uns herum, die Quellen, Seen und B\u00e4che und ich bin f\u00fcr das Wasser gepilgert Schritt f\u00fcr Schritt und habe mir vorgestellt wie eine Quelle aus der Erde entspringt und sich mit dem Himmel, der Sonne in Verbindung bringt und anf\u00e4ngt zu flie\u00dfen mit all der Information. Der Schnee auf den Wiesen, wie er anf\u00e4ngt zu schmelzen und in den Bach flie\u00dft mit der Info von Kristallen, Kr\u00e4utern, Wurzeln, Gras. Der Bach wird ein Flu\u00df und an beiden Seiten entlang wachsen Kr\u00e4uter und Blumen auch B\u00e4ume geben dem Flu\u00df Infos mit auf dem Weg bis letztlich ans Meer. Alles ist im Wasser gespeichert und so wird das Wasser heilig und macht uns gesund. Sauberes Wasser sollte f\u00fcr alle Menschen da sein und f\u00fcr die Tiere und Pflanzen auch, das w\u00fcnsche ich mir von ganzem Herzen. Auch ich m\u00f6chte mich immer daran erinnern und sorgsam mit dem Wasser umgehen. Wir haben aus den Fl\u00fcssen unsere Wasserflaschen nachgef\u00fcllt und ich habe es genossen dieses Wasser zu trinken. Es bekommt gleich eine andere Qualit\u00e4t weil ich achtsam und bewu\u00dft damit bin.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte immer so weitererz\u00e4hlen, ich bin so gef\u00fcllt mit Erlebnissen, das ich fast \u00fcbersch\u00e4ume. Ich bekomme eine Idee davon was es hei\u00dft Friedenspilgerin zu sein. Es ist wie ein Puzzle- Spiel das langsam rund wird. Schritt f\u00fcr Schritt schweigend in meiner ganzen Pr\u00e4senz. Ich bin Teil dieser wundervollen Sch\u00f6pfung, ich bin in Frieden.<\/p>\n<p>Von Gunzesried aus hatten wir uns nun doch entschlossen ein St\u00fcck zum Hochgrat aufzusteigen. Ganz sch\u00f6n hoch. Ich glaube es hie\u00df Rindalbhorn auf etwa 1800m H\u00f6he. Unterwegs sind wir schon viel durch Schnee gelaufen und das Gehen war nicht so einfach und manchmal die Wege auch matschig na\u00df. Ich war versucht in die Fu\u00dftapfen von Helge zu gehen der vor mir ging, aber die Schritte waren doch zu gro\u00df f\u00fcr mich und so habe ich eigene Fu\u00dfstapfen gemacht und ich habe mich daran erinnert, das wir die Vorbereiter sind f\u00fcr die die nach uns kommen. Wir bahnen oder ebnen den Weg, symbolisch f\u00fcr unsere Kinder, den zuk\u00fcnftigen Generationen f\u00fcr die ganze Welt und auch unsere Ahnen haben uns schon den Weg bereitet. Mit diesen Gedanken ging es mir gut und ich konnte weitere Schritte tun immer h\u00f6her und h\u00f6her mit Pausen zum verschnaufen und was trinken. Der Blick von oben entsch\u00e4digte f\u00fcr die Anstrengung. Was f\u00fcr eine Aussicht ins Tal, in die Berge und die Sonne. Helge und Silke sind noch weiter hinauf bis zur Spitze und haben dort einen sch\u00f6nen Text in ein Buch hineingeschrieben von uns Friedenspilgern. Ich habe mir aber schon Gedanken gemacht, wie wir hier wieder runterkommen sollten. Es sah aus wie eine Skipiste steil nach unten, alles voller Schnee. Helge und Silke hatten Stiefel an, ich Turnschuhe und Thomas Sandalen und eigentlich wollten wir noch weiter auf dem Grat pilgern runter und rauf und -mal sehen. Es war rutschig glatt und matschig und manchmal trat ich in ein Loch und darunter war der Schnee aufgetaut und es floss Wasser. Ich bin ein paar Mal hingeflogen, die anderen wahrscheinlich auch, aber ich hatte mit mir genug zu tun. Es gab auch gro\u00dfe Steine \u00fcber die ich mich qu\u00e4len musste. Wenn es gar zu schwer wurde war immer eine st\u00fctzende Hand da von Helge und Thomas und so haben wir es gut gemeistert. Wir haben viel Zeit ben\u00f6tigt und erst mal eine Pause gemacht und uns dann entschlossen einen k\u00fcrzeren und leichteren Weg durchs Tal einzuschlagen. Das war schon ein sehr anstrengender Tag. Auf den Wegen stand immer wieder mal ein gro\u00dfes Schild mit der Aufschrift \u201aAchte Deine Grenzen\u2019. Ich bin jedenfalls an meine k\u00f6rperliche Grenze gekommen. Sch\u00f6n das mir die Gruppe geholfen hat und ich mitgegangen bin.<\/p>\n<p>Ich hatte zu wenig getrunken und die Sonne tat ihr \u00fcbriges und abends war ich nicht nur geschafft sondern mir war auch \u00fcbel, schwindlig, kalt und ich hatte Kopfschmerzen. Daf\u00fcr brauchte ich mich aber nicht um mein Bett zu k\u00fcmmern. Sandra hat uns wieder zu einem Gastgeber Paar mit 2 Kindern auf einem Bauerhof gebracht. Unten im Stall waren K\u00fche und oben dr\u00fcber im Heuboden durften wir unser Lager aufbauen. Schlafs\u00e4cke raus alles war gut. Die Gastgeber hatten Besuch, ein Ehepaar im G\u00e4stezimmer und ein paar Jugendliche. Es wurde Gegrillt, gab Salate Brot und K\u00e4se. Wir sa\u00dfen alle drau\u00dfen am langen Tisch und es war eine fr\u00f6hliche Runde. Nichts war fremd, wir geh\u00f6rten einfach dazu. Mein Unwohlsein machte mir gar nicht so viel aus. Ich trank meinen Tee und hab ein bi\u00dfchen Gem\u00fcse und Brot gegessen, bin fr\u00fch in Heu und am n\u00e4chsten Tag ging es schon wieder.<\/p>\n<p>Es war nicht so, da\u00df es immer einfach war mit der Gruppe. Wir hatten auch so unsere Kanten und Ecken und nicht auf jede Befindlichkeit konnte R\u00fccksicht genommen werden. Wir waren immerhin 24 Stunden zusammen 10 Tage lang. Viele Stunden schweigend. Wir hatten unsere Austauschrunden und haben uns alle M\u00fche gegeben uns zu sagen wie wir uns f\u00fchlen, was wir uns w\u00fcnschen und wo es Kompromisse geben kann. Kommunikation und Streitgespr\u00e4che zu f\u00fchren k\u00f6nnen wir lernen und das war eine gute M\u00f6glichkeit. Wir k\u00f6nnen voneinander lernen, sind auch Spiegel f\u00fcreinander. Wenn ich zum Beispiel auf Jemanden warten mu\u00df und ungeduldig bin, obwohl die Zeit klar ist wann es losgehen sollte, so kann ich schauen was mit meiner Ungeduld ist- wo kommt sie her- wie ist sie entstanden- wie kann ich besser f\u00fcr mich sorgen, vielleicht kann ich w\u00e4hrend des Wartens meine Aufzeichnungen machen, wo ich doch sonst so wenig Zeit daf\u00fcr finde.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich waren wir eine Gruppe mit sieben Personen. Nicole ist noch einmal f\u00fcr ein paar Tage wiedergekommen und Andrew, den wir vorher noch nicht kannten.<\/p>\n<p>Am Ostersonntag bei den Gastgebern der B\u00e4ckerei hatten wir ein sch\u00f6nes Osterfr\u00fchst\u00fcck. Alle um den kleinen Couchtisch herum auf dem Sofa und den Sitzkissen sitzend und als wir aus dem Fenster schauten war dieser wunderbare Regenbogen, von dem Thomas schon erz\u00e4hlt hat, da. Danach haben wir Andrew verabschiedet und am Abend Helge, der am Mo. fr\u00fch fahren wollte. Am Ostermontag haben wir in der kleinen Kapelle unserer Unterkunft, in dem St.Hildegart -Zentrum f\u00fcr Jugendliche, meditiert und get\u00f6nt.- Ach nein, nicht alle. Nicole war leider ausgesperrt worden und konnte nicht rechtzeitig wieder ins Haus kommen. Schade.<\/p>\n<p>Eigentlich war das Haus geschlossen und die Ordensschwestern hatten frei. Die Schwestern wohnten in dem Haus und so haben sie uns gro\u00dfz\u00fcgig erm\u00f6glicht 2 N\u00e4chte zu bleiben und durften auch die Kapelle nutzen. Sie war wundersch\u00f6n. Es war so viel G\u00fcte zu sp\u00fcren, so viel Weiblichkeit. Es war warm und gem\u00fctlich. Das t\u00f6nen war f\u00fcr mich so viel zarter, feiner, h\u00f6her, leiser und doch Kraftvoll. Vielen dank f\u00fcr diese Erfahrung.<\/p>\n<p>Dann haben wir Nicole verabschiedet. Eigentlich wollte ich sie gerne gemeinsam mit Sandra wieder zu ihrem Auto bringen, aber ich musste mich ausschlafen. Au\u00dferdem hatte ich eine Entscheidung zu treffen. Sollte ich weiter mit Thomas pilgern bis Sa.? Ich musste am So. sp\u00e4testens wieder zu hause sein, weil ich meiner Tochter versprochen hatte sie ins Krankenhaus zu begleiten oder sollte ich morgen mit Sandra und Silke nach hause fahren. Ich wollte erst mal schlafen mich ausruhen und dann in die Kapelle gehen um zu meditieren und auf eine Antwort hoffen.- Wir hatten unseren Ausklingtag\/Erholungstag und am Nachmittag hatten wir 4 Leute\u00a0 uns zum Eisessen verabredet und getroffen.<\/p>\n<p>Am Di. war Abreisetag und ich habe mich endlich entschlossen mit Thomas Richtung Reutte zu pilgern. Erst einmal den Rucksack neu zusammenstellen. Auf was kann ich noch verzichten, was ben\u00f6tige ich unbedingt. Isomatte und Schlafsack blieb auch im Auto. Verabschiedung von Sandra und Silke.<\/p>\n<p>Ich blieb mit ein paar \u00c4ngsten zur\u00fcck. Der Rucksack war etwas schwerer, wie geht es zu zweit zu pilgern, kann ich mithalten- auch so weit laufen, habe ich genug power und Frieden in mir? Vor allen Dingen war ich aber neugierig darauf, wie wir wohl Gastgeber finden k\u00f6nnen, oder zu zweit zu schweigen. Es ist etwas anderes in einer Gruppe zu gehen mit dem Fokus f\u00fcr Frieden zu pilgern oder zu Zweit, auch f\u00fcr die Menschen die wir begegneten. Wir sind Friedenspilgerfreunde aber kein Paar.<\/p>\n<p>Wir sind durchs Tal Richtung Musau und wollten aber eigentlich nicht an der Strasse pilgern. Wir haben versucht den Weg am Flu\u00df zu finden und nicht gefunden. Dann sind wir \u00fcber eine Wiese und wollten versuchen den Weg \u00fcber ein Abbruch zu finden. Wir kletterten ein bi\u00dfchen kamen aber bei keinen Weg an. Dann haben wir erstmal Pause gemacht und wurden von Zecken attackiert, also sind wir lieber weiter. Dann sind wir den Fahrradweg entlang durch Tal. Es war dann sehr sch\u00f6n zu gehen Schritt f\u00fcr Schritt und schweigend. Wasser sch\u00f6pfen, pause machen, ein bi\u00dfchen schlafen, weiter gehen. Als wir in Pflach ankamen war es schon 18Uhr und nun fanden wir noch Leute im Garten und Thomas hat gefragt. An diesem Abend wurden wir etliche Male an alleinstehende Leute weiterempfohlen. Ich fand das interessant, ich bin auch alleinstehend und konnte mir bisher nicht vorstellen, wie ich reagieren w\u00fcrde wenn mich Jemand bitten w\u00fcrde. Ich konnte die Menschen gut verstehen, ihre \u00c4ngste und Zweifel. \u2013 Ich mochte aber auch nicht mehr laufen und hatte schon Hunger, bekam auch den Gedanken, was machen wir wenn wir keine Gastgeber finden f\u00fcr heute.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich war aber wieder alles ganz leicht. Eine \u00e4ltere Frau gab uns Geld damit wir einen Platz zum schlafen finden k\u00f6nnten.\u00a0 Es gab eine Empfehlung f\u00fcr vielleicht eine Blockh\u00fctte und wir k\u00f6nnten auch zur\u00fcckkommen zum Abendessen.<\/p>\n<p>Wir konnten die Stra\u00dfe nicht finden und wollten im Gasthaus danach fragen aber haben wir nicht, sondern Thomas hat vom Friedenspilgern gesprochen und die Wirtsleute waren sehr interessiert und auch die Angestellten haben Fragen gestellt und pl\u00f6tzlich hatten wir ein Zimmer in dem Hotel, Abendbrot und Fr\u00fchst\u00fcck \u00a0inklusive. Danke die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und das Selbstverst\u00e4ndnis. Leider wurde ich in der Nacht krank und wusste einfach nicht wie ich am n\u00e4chsten Tag weiter pilgern sollte. Wir konnten aber nicht dableiben und ich hoffe sehr, das die Wirtsleute uns geglaubt haben als Thomas um Tee f\u00fcr mich bat und eine weitere Nacht im Zimmer. Thomas hat sich um alles gek\u00fcmmert und auch noch mit einer Angestellten versucht in Reutte (etwa 3km entfernt)ein Zimmer zu organisieren was leider nicht funktionierte. Statt um 9Uhr wie versprochen sind wir erst viel sp\u00e4ter losgekommen. Ich w\u00fcnsche mir, das die Gastgeber nicht schlecht von uns denken. Wir haben sp\u00e4ter noch eine Karte geschrieben an das Hotel mit der Bitte das sie weiter so gro\u00dfz\u00fcgig bleiben f\u00fcr k\u00fcnftige Friedenspilger\/innen.<\/p>\n<p>In Reutte haben wir dann ein Hotel f\u00fcr 2N\u00e4chte gehabt und ich habe mich ausgeruht. Ich war richtig krank. Thomas hat mir immer Mut gemacht. Er meinte vielleicht sollte er sich auch ausruhen, evtl. noch eine Nacht l\u00e4nger bleiben. Ich wei\u00df es hat Dir spa\u00df gemacht f\u00fcr mich zu sorgen, Thomas, f\u00fcr mich zu meditieren- zu atmen und Niederwerfungen f\u00fcr mich zu machen. Es hat sich so gut angef\u00fchlt, da\u00df Du f\u00fcr mich da warst und ich sein konnte, mit meiner Scham, meinem Schmerz und meiner Unvollkommenheit.<\/p>\n<p>Dann kam es noch so, das wir eine 3. Nacht gemeinsam in Reutte blieben, bei Beate und ihrer tollen Familie. Thomas hatte sie im Bioladen bei Ullrich kennengelernt und fand das eine privatph\u00e4re angenehmer ist als ein Hotel zum genesen. Au\u00dferdem wollte sie von Thomas viel \u00fcber Friedenspilgern und t\u00f6nen erfahren. Wir wurden von dem Sohn und seiner Freundin bekocht und die Oma war auch mit dabei. Eine tolle WG.<\/p>\n<p>Wir hatten am Freitag noch einen zweier Austausch und es wurde viel gesagt und vielleicht ist auch alles gesagt. Ich\u00a0 danke Dir lieber Thomas f\u00fcr diese wunderbare M\u00f6glichkeit des Friedenspilgern- ich bin mir sehr nahe gekommen und oft gl\u00fccklich gewesen, ich bin reich beschenkt und habe gute neue Erfahrungen mitgenommen. Ich hoffe ich kann einiges im Alltag einbringen und\/oder ich komme auch wieder mit Dir pilgern.<\/p>\n<p>Danke auch da\u00df ich dies alles mit Euch Lesern teilen kann. Herzgr\u00fc\u00dfe Ashvini<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedenspilger Einblicke und Ausdr\u00fccke mit der Gruppe und Thomas vom 16. \u2013 30. April Friedenspilgern wie geht das eigentlich, wollte ich wissen. Ich hatte von Thomas geh\u00f6rt, fand es spannend und dann wirklich richtig toll. 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