{"id":535,"date":"2011-04-05T11:06:26","date_gmt":"2011-04-05T09:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steppps.net\/steppps\/?p=535"},"modified":"2011-04-05T11:06:26","modified_gmt":"2011-04-05T09:06:26","slug":"unterwegs-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2011\/04\/05\/unterwegs-in-der-schweiz\/","title":{"rendered":"Unterwegs in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Gr\u00fcsse zu Euch allen.<br \/>\nich bin weiterhin unterwegs in der Schweiz. Und es ist wunderbar!!!!!<\/p>\n<p><strong>Preise<\/strong><br \/>\nZuerst hatte ich ein wenig Probleme &#8211; am ersten Tag &#8211; als ich auf einem Markt in Basel sah, dass ein Brot 12 CHF kosten sollte, etwa 9-10 Euro. Wie sollte ich hier, in diesem Land \u00fcberleben? Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass es wohl ein spezieller Stand war &#8211; und ungew\u00f6hnlich teurer.<br \/>\nAuch hatte ich ein kleines Vorurteil, weil manchmal das Ger\u00fccht kusiert, die Schweizer h\u00e4tten ein Problem mit den Deutschen. Es ist wohl auch ein Missverst\u00e4ndnis zwischen zwei L\u00e4ndern, allerdings mache ich diese Erfahrung so gut wie gar nicht.<br \/>\nIn Basel hilft mir eine alte Frau, mit der ich gar nicht spreche, zu Verstehen: Ueberall gibt es Menschen, die aus ihrer vollen Herzkraft leben, genauso wie in Deutschland. Diese Frau befindet sich in einem kleinen Hanggarten. Hier wachsel all die vielen Fr\u00fchlingsblumen und auch die wilden Primeln, die in der Schweiz einfach \u00fcberall zu finden sind. Und das anr\u00fchrende ist &#8211; sie giesst und herzt mit einer v\u00f6lligen Hingabe jedes einzelne dieser mehr als hundert Primeln. Wie wundersch\u00f6n anzusehen.<\/p>\n<p><strong>Rabe und Zieglein &#8211; Tod und Geburt<\/strong><br \/>\nInnerhalb von 2 Tagen komme ich in Kontakt mit Tod und Geburt.<br \/>\nIn der N\u00e4he vom Goetheanum in Dornach sehe ich einen zuckenden Raben in einem kleinen trockenen Graben liegen. Er muss gegen einen Baum geflogen sein, oder vielleicht auch gegen ein Auto. Was tun mit ihm.<br \/>\nNachdem ich mich mit ein paar Spazierg\u00e4ngern berate, hebe ich ihn auf und will ihn in den Wald tragen, damit er in Ruhe sterben kann. Sobald ich ihn in der Hand halte, beruhigen sich die Zuckungen der Fl\u00fcge deutlich. Schliesslich entscheide ich mich, ihn zu halten. Ich lehne mich an eine Buche und halte ihn in meinem Schoss &#8211; eine Hand unter seinem K\u00f6rper, die andere die Fl\u00fcgel haltend. Es dauert lange, bis sich auch die Nevenzuckungen an seinem Schwanz legen &#8211; etwas mehr als eine Stunde. Schliesslich schl\u00e4ft er in meinen H\u00e4nden ein, das Herz und die Zuckungen kommen zum Stillstand. Frieden.<\/p>\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter werde ich gegen 9 Uhr morgens Zeuge einer Geburt eines Zickleins. Ein Spazierg\u00e4nger macht mich darauf aufmerksam und sagt noch, mit jedem Atemzug wird das Zicklein st\u00e4rker werden. Und so ist es dann auch. Nach der Geburt leckt die Mutter ihr Junges ab. Das erst so schlappe etwas wird dadurch und durch den Atem st\u00e4rker und st\u00e4rker. Schon nach 20 Minuten, hat es es geschafft, auf eigenen Beinen zu stehen.<br \/>\nWerden und Vergehen &#8211; beides f\u00fchlt sich leicht an. Hineinschl\u00fcpfen in diese Welt und wieder diese Welt verlassen. Ein Erwachen in dieser Welt &#8211; ein Hinausgleiten aus dieser Welt.<\/p>\n<p><strong>Die Landschaft<\/strong><br \/>\nist wunderbar. Ueber das Jura-Gebirge &#8211; etwa 1.100 Meter &#8211; an einem wunderbaren Tag kommend sehe ich sp\u00e4ter in der Ferne die schneebedeckten, fast unwirklich erscheinenden, wundersch\u00f6nen Alpen. Auch Tage sp\u00e4ter ergreift mich nicht der Wunsch &#8211; wie sonst gerne \u00fcblich &#8211; meine Route \u00e4ndern zu wollen, vielleicht gerne \u00fcber die Alpen gehen zu wollen. Nein, es ist gut so wie es ist, meine Route ist diesmal eine andere und ich geniesse es tagt\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>Meine Gastgeber<\/strong><br \/>\nsind fantastisch. Fast \u00fcberall bin ich herzlichst willkommen. Die T\u00fcren \u00f6ffnen sich und ich schliesse die Schweizer in mein Herz, geniesse ihre Pr\u00e4senz und die Natur. Fast \u00fcberall erlebe ich, dass ich in H\u00e4user gerate, in denen biologisches Essen Vorrang hat.<\/p>\n<p>Nach <strong>Z\u00fcrich <\/strong>kommend,<br \/>\nbemerke ich, wie ruhig die Stadt ist. Nicht der sonst \u00fcbliche L\u00e4rm, den eine Stadt mit sich bringt. Ich empfinde es als wesentlich leiser, als sonst, wenn ich aus der Natur ein eine Stadt hineinkomme. Dies liegt sicherlich an einem anderen Bewusstsein &#8211; auch an dem unglaublich guten Nahverkehr, mit Bus, Bahn etc.<br \/>\nBei Andrew, der mein Bettnachbar aus Plum Village (WinterRetreat) war, komme ich unter. Abends trifft sich seine Meditationsgruppe &#8211; und wir meditieren zusammen, wie sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Aus dem &#8222;Kurzen Einblick in die Schweizer Route&#8220; gr\u00fcsse ich Euch alle von Herzen<br \/>\nThomas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gr\u00fcsse zu Euch allen. ich bin weiterhin unterwegs in der Schweiz. Und es ist wunderbar!!!!! Preise Zuerst hatte ich ein wenig Probleme &#8211; am ersten Tag &#8211; als ich auf einem Markt in Basel sah, dass ein Brot 12 CHF kosten sollte, etwa 9-10 Euro. Wie sollte ich hier, in diesem Land \u00fcberleben? 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