{"id":482,"date":"2010-10-17T15:06:49","date_gmt":"2010-10-17T13:06:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steppps.net\/steppps\/?p=482"},"modified":"2010-10-17T15:06:49","modified_gmt":"2010-10-17T13:06:49","slug":"herbstetappe-2010-am-kaiserstuhl-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2010\/10\/17\/herbstetappe-2010-am-kaiserstuhl-beendet\/","title":{"rendered":"Herbstetappe 2010 am Kaiserstuhl beendet"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Freunde!!!!!!!!<br \/>\nEs war eine intensive Zeit, diese Herbstetappe. Mit viel Lernen und Lernerfolgen, Freude und &#8230;. einfach viel!!!!!!<\/p>\n<p>Zuerst einmal die letzten Tage nach Kehl. Weiter war ich bis zum 17.10. mit Helge unterwegs, der an dieser Stelle auch noch in den n\u00e4chsten Tagen berichten wird.<br \/>\nIn Kehl hatten wir dann noch etliche Einladungen (Fr\u00fchst\u00fcck und Mittag) plus einen Pressetermin plus die Empfehlung den Pfarrer kennenzulernen, \u00fcber den alle nur gut berichteten. H\u00e4tten wir all diese Einladungen angenommen, h\u00e4tten wir gleich wieder in den Gemeinder\u00e4umlichkeiten schlafen k\u00f6nnen. Ich war etwas hin und her, da diese vielen Einladungen, trotz der ungef\u00e4hren &#8222;Pl\u00e4ne&#8220;, die wir hatten, schon einer Aufmerksamkeit bedurft h\u00e4tten und eine W\u00fcrdigung h\u00e4tten bekommen sollen. Naja, beim n\u00e4chsten mal &#8230;&#8230;. ?!?!?!?\u00a0 Die Einladung zum Fr\u00fchst\u00fcck haben wir dann auf jeden Fall angenommen. Es gab sogar Feigen aus dem eigenen Garten.<\/p>\n<p>\u00dcber die ausgefallene Fu\u00dfg\u00e4ngerdoppelbr\u00fccke, die vor einigen Jahren die Gartenschau in Kehl (D) und Stra\u00dfburg (F) verbanden kamen wir nach Stra\u00dfburg. Es zog uns zum Europaparlament und dem Areal drumherum, wo wir direkt vor dem Europaparlament und vor der Menschenrechtskommission jeweils eine Kastanie pflanzten. W\u00e4hrend bei dem Besuch in Drusenheim auf franz\u00f6sischer Seite sich alles ziemlich deutsch anf\u00fchlte, war in Stra\u00dfburg eindeutig ein franz\u00f6sisches Flair zu sp\u00fcren. Unsere von vielen Menschen als &#8222;sicher&#8220; und &#8222;da kann man auf jeden Fall \u00fcbernachten&#8220; und &#8222;die nehmen Euch auf jeden Fall&#8220; eingestuften Quartiere bei 2 kirchlichen Einrichtungen waren nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. Es wurde dunkel und wir a\u00dfen erst mal einen Flammkuchen von den Spenden, die wir erhalten hatten. Nach einem gl\u00fccklichen Zentrierungsmoment begaben wir uns auf die Suche mitten in der Stadt. Erst bei einem studentischen Biolokal, dann durch die Stra\u00dfen schlendernd. Mir viel ein grossz\u00fcgig eingerichteter Laden auf, der f\u00fcr Reisen in der Sahara und zu den Nomaden einlud. Ja, da passten wir dann auch dazu. Mohammed stimmte dann nach nur kurzem Z\u00f6gern zu, brachte uns f\u00fcr ein Getr\u00e4nk in sein Stammlokal um die Ecke, wo er uns mit seinen Freunden bekannt machte. Einer davon war Dimitri, ein Philosoph, der jetzt mal erst alles genau wissen wollte und bereitwillig \u00fcbersetzte. Mohammed, Algerier, verabschiedete sich dann f\u00fcr noch eine Stunde, er hatte noch im Laden zu arbeiten. Sp\u00e4ter f\u00fchrte uns sein Sohn Samid zu Fu\u00df zur Wohnung. Ich sch\u00e4tze es sehr, wenn ich bei Menschen inneren Raum f\u00fchlen kann, und das war hier der Fall.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Nacht fanden wir kein Quartier, zwei mal wurden wir in die &#8222;W\u00fcste&#8220; geschickt. Das was die Leute uns gesagt und geraten hatten, stimmte leider nicht. Da die beiden &#8222;Emfehlungen&#8220; nicht stimmten, standen wir mitten in der franz\u00f6sischen Pampa &#8211; es wurde eine Nachtwanderung. Es war kalt. Schliesslich eine angenehme warme Sparkassen-Filiale in Schwanau-Nonnenweier, die uns als \u00dcberbr\u00fcckung zum B\u00e4cker im Morgengrauen half. Gut das der Vorraum mit dem Geldautomat nicht elektronisch verriegelt war und ich noch eine EC-Karte dabei hatte, mit der ich uns Zugang verschaffen konnte.<\/p>\n<p><strong>Der letzte Tag. <\/strong><br \/>\nGestern brachen wir in Weisweil auf, um noch \u00fcber den Kaiserstuhl zu laufen. Es regnet. Von Anfang gehe ich barfuss. Schliesslich \u00fcber den ganzen Berg und wieder hinunter, \u00fcber Stock und \u00fcber Stein. Es funktioniert und meine Barfussgehgel\u00fcste schon seit dem Sommer zeigen gute Erfolge. Ich bin ob dieses Resultates richtig ein wenig euphorisch. Demitri in Stra\u00dfburg hatte noch vor ein paar Tagen bei dem bef\u00fchlen meiner F\u00fc\u00dfe und der Hornhaut gesagt: &#8222;Mit diesen F\u00fcssen bist Du keine 10 km gelaufen&#8220;. Es ist auch f\u00fcr mich fast unvorstellbar, denn ich habe unter dem Ballen fast keine Hornhaut. Mit Annelie in Heidelberg habe ich dar\u00fcber eine Weile gesprochen. Sonst bei jeder Pilgeretappe bildete sich Hornhaut, die nach der jeweiligen Etappe sich wieder reduzierte. W\u00e4hrend der letzten Fr\u00fchjahrsetappe bildete sich auch erst mehr Hornhaut, wie gewohnt, dann jedoch reduzierte sich die Schutzschicht. Nach Annelies These ist dies so, weil die Hornhaut den Fu\u00df so lange sch\u00fctzt, bzw. eine Extra-Schicht bildet, bis das Gewebe unter der Hornhaut selbst elastischer und gleichzeitig fester wird. Dann reduziert sich wieder die Hornhaut. Macht Sinn, oder?<br \/>\nDas achtsame Gehen mit Helge ist ebenfalls ein Genu\u00df. Jeder ist mit seinem Gehen besch\u00e4ftigt und nicht mit dem Gehen des Anderen. Folglich stellt sich eine sch\u00f6ne Harmonie ein.\u00a0 Wir haben gut ge\u00fcbt.<br \/>\nAn der Katharinenkirche auf dem Katharinenberg versch\u00e4tze ich mich in der Zeit um \u00fcber eine Stunde, es ist nicht halb 5 sondern 20 vor 6 und wir mussten den Berg in der D\u00e4mmerung hinabgehen. Hans-Georg, ein Ex-Zivieldienstkollege holt uns am Silberbrunnen ab, und ich habe eine gro\u00dfe Freude in mir, die den ganzen Abend anhalten soll, ihn nach 25 Jahren wiederzusehen.<\/p>\n<p><strong>Fazit &#8211; Lernziele<\/strong><br \/>\nRechtzeitig Pausen zu machen, habe ich in manchen F\u00e4llen immer noch nicht gelernt.<br \/>\nOhne Geld zu pilgern wird mich wahrscheinlich auch bei der n\u00e4chsten und letzten Etappe im Fr\u00fchjahr und Sommer begleiten &#8211; erst mal nachwirken lassen.<br \/>\nBin gespannt, was die n\u00e4chsten Mitpilger als Herausforderungen mitbringen, um weiter zu wachsen und f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nZu diesen Themen in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen mehr.<\/p>\n<p><strong>Neue Vision<\/strong><br \/>\nStellen wir uns vor, \u00fcberall in Deutschland, Europa und der Welt, machen sich Menschen auf, um zumindest 1-2 im Jahr im jeden Dorf mal Gast zu sein. Diese Menschen stellen in den D\u00f6rfern ihre Vision von Frieden vor und tauschen sich aus.<br \/>\nZu dieser Vision auf in den n\u00e4chsten Wochen mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freunde!!!!!!!! Es war eine intensive Zeit, diese Herbstetappe. Mit viel Lernen und Lernerfolgen, Freude und &#8230;. einfach viel!!!!!! Zuerst einmal die letzten Tage nach Kehl. Weiter war ich bis zum 17.10. mit Helge unterwegs, der an dieser Stelle auch noch in den n\u00e4chsten Tagen berichten wird. 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