{"id":253,"date":"2009-09-28T21:44:58","date_gmt":"2009-09-28T19:44:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steppps.net\/steppps\/?p=253"},"modified":"2009-09-28T21:44:58","modified_gmt":"2009-09-28T19:44:58","slug":"wald-natur-und-savannengurten-durch-deutschland-und-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2009\/09\/28\/wald-natur-und-savannengurten-durch-deutschland-und-eu\/","title":{"rendered":"Wald- Natur und Savanneng\u00fcrten durch Deutschland und EU"},"content":{"rendered":"<p>Zu diesem Thema m\u00f6chte ich noch mal etwas ausholen.<\/p>\n<p>2 Filme und Salzwedel<br \/>\n2 Filme haben mich in diesem Jahr besonders ber\u00fchrt. Der erste war eine zweiteilige Dokumentation \u00fcber den Wald. BBC hatte gedreht, Arte ausgestrahlt, so da\u00df ich es auch zu Gesicht bekam. Die Filmemacher hatten aus der Tierdokumentation Kameratechniken angewandt, so da\u00df der Betrachter tolle Sachen zu sehen bekam. Ich war erst gar nicht so interessiert, bin aber froh, da\u00df ich dann den Film angeklickt habe, er hat mir viele Welten ge\u00f6ffnet. Bis dahin hatte ich immer gedacht, das Deutschland vor langer Zeit von einem riesigen, sozusagen einzigen Wald \u00fcberzogen war. In der Dokumentation wurde klar, das es weniger nur Wald, sondern eine Art Savannenlandschaft (\u00e4hnlich wie jetzt in Afrika) war. Gro\u00dftiere habe daf\u00fcr gesorgt, das der Wald viele freie Fl\u00e4chen hatte, da sie durch abfressen so f\u00fcr diese Waldl\u00fccken sorgten.<br \/>\nDieser Bericht hatte mich echt erreicht. Immer wenn ich jetzt so etwas in allerkleinstem Ansatz sah, sehnte sich mein Herz nach mehr, nach wirklichem Wald, nach wirklicher Natur, nach wirklicher Savanne &#8211; in der all auch die Tiere endlich wieder leben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Der 2. Film handelte in Amerika. Im Wilden Westen. Dort, wo einst die riesigen B\u00fcffelherden zu Hause waren. Der Film zeigte in einer Art R\u00fcckschau von den Siedlern, die aus dieser Gegend Ackerland machen wollten. Bekannterma\u00dfen wurden die B\u00fcffelherden ausgerottet, geschlachtet, da\u00df Fell abgezogen und die blut\u00fcberstr\u00f6mten K\u00f6rper lagen dort in der Landschaft und verfaulten. Die Menschen hatten es tats\u00e4chlich geschafft, die B\u00fcffel fast vollst\u00e4ndig auszurotten, von Millionen blieben nur 800 B\u00fcffel \u00fcber. Die Dakota verloren nicht nur ihre Nahrungsquelle, waren traumatisiert, ihr Volk drohte auszusterben. In der Gegend wuchs nichts anderes als B\u00fcfflegras, es gelang erst, etwas anzubauen, doch irgendwann r\u00e4chte sich die Natur mit einem riesigen nie dagewesen Staub- und Sandsturm. Alles war zerst\u00f6rt. Mehr und mehr Farmer gaben in der Folge auf, zogen sich aus der Gegend zur\u00fcck. Vor einigen Jahren hatte dann ein Mann mit Dakota-Vorfahren die Idee, wieder B\u00fcffel anzusiedeln. Inzwischen leben dort wieder 150.000 B\u00fcffel. Die Gegend wird pl\u00f6tzlich interessant f\u00fcr Naturfreunde, die Dakota kommen zur\u00fcck. Im Film erz\u00e4hlten einige Menschen von dem enormen Sozialverhalten der Tiere. Das B\u00fcffelgras w\u00e4chst wieder und h\u00e4lt den Sand zusammen. Die Tiere ziehen wieder friedlich von Nord nach S\u00fcd. Nat\u00fcrlich sind auch einige Farmer dabei, die B\u00fcffel z\u00fcchten. Im Gegensatz zu K\u00fchen, die unglaublich viel Arbeit machten, werden die B\u00fcffel einfach auf das riesige Land entlassen, die Farmer haben gar nicht zu tun. Die Tiere sind gesund und gl\u00fccklich, k\u00fcmmern sich eigenst\u00e4ndig um den Nachwuchs&#8230;&#8230;..<br \/>\nDieser Film hat mich vor lauter Gl\u00fcck, das es sowas sch\u00f6nes uns wunderbares gibt, das es Menschen geschafft haben, Tiere und Natur wieder sich selbst zu \u00fcberlassen &#8211; \u00fcberwiegend- hat mich vor lauter Gl\u00fcck stundenlang bis zum Einschlafen weinen und schluchtsen lassen und mir Gl\u00fcck f\u00fcr viele weitere Tage beschert.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr, als ich mit Tara Yvonn\u00a0 bei Salzwedel in Sachsen Anhalt unterwegs war, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, da tauchte auch dort so ein Hauch von Savanne auf. Riesige Fl\u00e4chen sind dort als Naturschutzgebiet im Rahmen des gr\u00fcnen Bandes etabliert, Kraniche, G\u00e4nse, Rehe und gar einen Wolf haben wir gesehen. Ein H\u00f6hepunkt war eine Herde von ca. 30 Hirschen, die ganz in unserer N\u00e4he vorbeiliefen und sogar kurz stoppten.<\/p>\n<p>Bei dieser Etappe dann dieses tiefe Empfinden von: Hier ist gar kein Platz mehr f\u00fcr Tiere. Ich habe nur so wenige Rehe gesehen, gar keine einzige Wildschweinspur&#8230;.. usw.<\/p>\n<p>Und dann brach da diese Idee ein, es w\u00e4re doch toll, in Deutschland so ein wirkliches Naturschatzgebiet zu schaffen, in dem die Natur wirklich vorrang hat und nicht alle paar km durch Stra\u00dfen, Autobahnen, etc. unterbrochen und durchschnitten wird. Ein G\u00fcrtel von 30-50 km Breite der von S\u00fcd nach Nord und von West nach Ost m\u00e4andernd durchs Land sich winden soll, verbunden mit anderen m\u00e4andernden Naturg\u00fcrteln in anderen L\u00e4ndern.<br \/>\nUnd warum sollte es nicht m\u00f6glich sein?<br \/>\nIrgendwann gab es mal die Vision von Autobahnen ohne Kreuzungen. Das passierte auch in diesem Land.<br \/>\nSicher, das ist nicht in ein paar Jahren zu bew\u00e4ltigen und w\u00e4re eine Vision, die in verschieden Abschnitten umzus\u00e4tzen w\u00e4re, hei\u00dft, wie soll es bis 2020, wie bis 2050, wie bis 2100 ausehen usw. Wie in 500 Jahren.<br \/>\nUnd alle w\u00fcrden davon profitieren, vor allem die Natur, die Tiere, die B\u00e4ume und Pflanzen<br \/>\naber auch wir, wir sind auch ein Teil der Natur, wir w\u00fcrden wieder sp\u00fcren, da\u00df was nat\u00fcrliche Ordnung bedeutet und Frieden darin finden.<\/p>\n<p>Genug f\u00fcr heute, es gibt noch mehr Gedanken dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu diesem Thema m\u00f6chte ich noch mal etwas ausholen. 2 Filme und Salzwedel 2 Filme haben mich in diesem Jahr besonders ber\u00fchrt. Der erste war eine zweiteilige Dokumentation \u00fcber den Wald. BBC hatte gedreht, Arte ausgestrahlt, so da\u00df ich es auch zu Gesicht bekam. 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