{"id":1438,"date":"2013-05-30T18:42:04","date_gmt":"2013-05-30T16:42:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steppps.net\/steppps\/?p=1438"},"modified":"2013-05-31T09:04:33","modified_gmt":"2013-05-31T07:04:33","slug":"frieden-freude-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2013\/05\/30\/frieden-freude-frieden\/","title":{"rendered":"Frieden Freude Frieden"},"content":{"rendered":"<p>Thomas schreibt:<\/p>\n<p>Liebe LeserInnen!!!<\/p>\n<p><strong>Was vorher war:<\/strong><br \/>\nZwei Tage war ich auf einem Campingplatz nahe Niksar untergebracht, \u00c7ami\u00e7a, in einem neuen Bungalow. Das war gut, konnte mich entspannen, hatte sogar 2 x Lagerfeuer, doch gab es auch hier und da wegen kultureller Unterschiede und aus Kommunikationsgr\u00fcnden, Missvertaendnisse. So bin ich einmal in ein ziemliches Fettnaepchen getreten, wovon hinterher jeder wusste. Es war auch Essen angeboten, es ist ein Platz der Gemeinde, doch oftmals dauerte es &#8218;ziemlich&#8216; viel laenger als angek\u00fcndigt. So hatte mich das Universum auf eine Geduldsprobe, und dazu auf einen Art Diaetplan gesetzt. Ich hatte akzeptiert.<\/p>\n<p><strong>Gestern<\/strong> ging ich dann wieder los, erst mal wieder nach Niksar mit dem Auto &#8211; bis dahin war ich schon gelaufen &#8211; zum Zahnarzt, Br\u00fccke war rausgefallen, sitzt jetzt wieder super. Dann bin ich los. Ich wollte unbedingt wieder in den Bergen am Abend sein, wollte das weite und heisse Flusstal durchqueren.<\/p>\n<p>Mittwochs ist mein Fastentag, doch an einem Maulbeerbaum mit reifen Fr\u00fcchten konnte ich dann doch nicht vorbeigehen. Abends kam ich dann in Ar\u0131pinar bei Osman&#8217;s Familie an. Er hatte den ganzen Tag einen Bewaesserungsgraben gesaeubert und v\u00f6llig ersch\u00f6pft, trotzdem war es f\u00fcr ihn selbstverstaendlich mich einzuladen. Wir landeten schliesslich auf seinem Balkon mit Sicht ins Tal und auf Niksar und das ganze Bergpanorama. Schon bald gesellten sich etliche Frauen dazu, seine eigene mit wundersch\u00f6nen Augen und Gesicht, seine strahlende blinde Schwester, die Tochter, die Enkelin, einige Nachbarinnen. Eine superherzliche WillkommensAtmophaere. Osman f\u00fchrte mich durch den Garten, einen Esel hat er auch, zeigte mir angebaute Kartoffel-, Mais-, Tomaten-, Bohnen- und sonstige Gem\u00fcsebereiche. Hier ist die Gegend schon trocken, so gibt es kleinere und groessere Bewaesserungssysteme. Walnussbaeume, Maulbeeren, Armut, Feigenbaeume gehoeren ebenfalls zum Grundst\u00fcck.\u00a0Ich hatte schon vorher \u00fcberlegt &#8211; die Tage vorher waren ja schon tendenziell Diaettage &#8211; ob ich vielleicht heute mal ne Ausnahme mache und ja ich machte die Ausnahme.\u00a0Die Tochter kochte hervorragend und ich habe mit Osman f\u00fcrstlich gespeisst. Es gab B\u00f6rek, Blaetterteig mit Kaese gef\u00fcllt, in der Pfanne auf dem Feuer zubereitet; Salat mit Tomaten, Gurken, Fr\u00fchlingszwiebeln und Limone verfeinert; Ged\u00fcnstete Bohnen und Tomaten; eine Art Frischkaese und Pekmez, das ist Melasse eben aus den Maulbeeren. Dazu Brot und den \u00fcblichen \u00c7ay\/Tee. Die Frauen haben alle nicht mitgegessen. In diesem Haushalt essen sie immer nach den Maennern. Der 20jaehrige Enkelsohn tauchte auf und \u00fcber eine Internet\u00dcbersetzungs&#8217;maschine&#8216; haben wir uns sehr angeregt unterhalten. Das Haus sieht von aussen etwas unfertig aus, wie fast alle Haeuser hier und so staunte ich nicht schlecht, im edlen Besucherzimmer meine Schlafstatt zu finden. Die allerneuesten Sofam\u00f6bel mit weissem Lederimitat und weinroten Bez\u00fcgen. Mein Bett war mit roter Rosenbettwaesche auf weissem Grund bezogen.<br \/>\nDas Fr\u00fchst\u00fcck stand der Abendmahlzeit nicht nach. Und es gab einen superherzlichen Abschied.<br \/>\n<strong>Schon beim Aufstehen bemerkte ich eine grosse Zufriedenheit<\/strong> in mir. Nach der Entscheidung f\u00fcr unseren Doppelweg war ich manchmal traurig und nicht ganz 100prozentig sicher, ob es die richtige Entscheidung war. Doch jetzt sp\u00fcrte ich in mir, ja es ist gut, ich bin angekommen bei dem &#8217;so wie es jetzt ist&#8216;. Es ist so sch\u00f6n wieder unterwegs zu sein.<\/p>\n<p><strong>Die Nachricht, die soviel Freude ausl\u00f6ste!<\/strong><br \/>\nGegen Mittag sms-te ich mit Holger, er leitet die Flensburger Sangha (hatten wir vor meiner Abreise gemeinsam geleitet). Und ich erfuhr, dass dieses Jahr &#8211; endlich &#8211; 2 Mitglieder der Sangha zusammen mit ihm zu Thich Nhat Hanh ins EIAB zum Retreat fahren. Ich hab mich so supersehr dar\u00fcber gefreut, unglaublich. Das ist so klasse f\u00fcr die Flensburger Sangha&#8230;&#8230; Meine Freude war auch f\u00fcr mich so unerwartet. Ich sp\u00fcrte, das sich ein Teil im meiner Milz entspannt. Hier halte ich offensichtlich fest, hier in der Milz entspannt sich ein Bereich, der festhaelt, der will. Offensichtlich, auch wenn ich losgelassen habe, angeblich, sitzt immer noch ein Teil von Willen, der Gutes will, eben auch f\u00fcr andere oder eine Gemeinschaft, hier halte ich die Spannung.<br \/>\nIch denke so bei mir, wenn ich jetzt viele waere, w\u00fcrden wir ein Fest feiern&#8230;&#8230;. Schmunzel schmunzel \ud83d\ude42<br \/>\nUnd diese Freude haelt an&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>Finde ein Paeckchen Honig am Wegesrand&#8230;..<br \/>\nerinnere mich, was ich alles schon vorher in den letzten Wochen fand<br \/>\nEinen Apfel<br \/>\nEinen Ayran &#8211; im Plastikbecher, heil und haltbar<br \/>\nEin Cappy<br \/>\nNat\u00fcrlich Fr\u00fcchte an den Baeumen<br \/>\n&#8230;&#8230;..<br \/>\nund es macht mich einfach froh<\/p>\n<p><strong>Frieden ist&#8230;&#8230;.<\/strong><br \/>\nNoch einmal schaue ich zur\u00fcck. Vor vielleicht einer Woche hatte ich mit Adnan telefoniert, ihm ein Gedicht, was ich nachmittags verfasst hatte, vorgelesen und er hatte danach gemeint, ich waere talentiert im Gedichte schreiben und vorlesen &#8211; Das war neu f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Die Zeilen sind entstanden, da Magdalena gerne die Leute nach Frieden befragt, und die Frage an die Menschen ist meist, Was ist f\u00fcr dich Frieden und sie sollen dann den Satz vervollstaendigen. Frieden ist&#8230;. \u00a0 \u00a0 Also denke dir beim Lesen hier und da ein &#8218;ist&#8216;<\/p>\n<p><strong>Frieden &#8211; wenn ich Frieden f\u00fchle<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich Frieden f\u00fchle in meiner Umgebung<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich die Herzen meiner Mitmenschen sehe kann &#8211; Begegnung der Herzen\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich f\u00fchle, was wir sind<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn wir f\u00fchlen, was wir sind<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn wir Frieden f\u00fchlen wollen<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich Stille f\u00fchle<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich Stille in den Menschen f\u00fchle<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich den Wunsch nach Stille in den Menschen f\u00fchle<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn wir unsere Herzen wahrnehmen<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich die Erde f\u00fchle<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn wir in Kontakt mit dem Universum sind<\/strong><br \/>\n<strong>Frieden &#8211; wenn ich Frieden f\u00fchle<\/strong><\/p>\n<p>und<br \/>\nwirklicher Frieden ist auch dann, wenn ich alles Loslassen kann, jede Art von Erwartung, auch wenn sie im Guten ist<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Frieden &#8211; wenn ich Frieden f\u00fchle<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Einen herzlichen Friedensgruss<br \/>\nThomas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas schreibt: Liebe LeserInnen!!! Was vorher war: Zwei Tage war ich auf einem Campingplatz nahe Niksar untergebracht, \u00c7ami\u00e7a, in einem neuen Bungalow. Das war gut, konnte mich entspannen, hatte sogar 2 x Lagerfeuer, doch gab es auch hier und da wegen kultureller Unterschiede und aus Kommunikationsgr\u00fcnden, Missvertaendnisse. 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