{"id":133,"date":"2009-03-13T16:40:00","date_gmt":"2009-03-13T16:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steppps.wordpress.com\/2009\/03\/13\/pausentag-in-dahrendorf-westlich-von-salzwedel\/"},"modified":"2009-03-13T16:40:00","modified_gmt":"2009-03-13T16:40:00","slug":"pausentag-in-dahrendorf-westlich-von-salzwedel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steppps.net\/steppps\/2009\/03\/13\/pausentag-in-dahrendorf-westlich-von-salzwedel\/","title":{"rendered":"Pausentag in Dahrendorf &#8211; westlich von Salzwedel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_eX5ix79eEOg\/ScapKVTzwjI\/AAAAAAAAAr0\/qF1jcWPa1mI\/s640\/Vorfr%C3%BChlingsetappe%20062.jpg\"><img style=\"float:right;cursor:pointer;width:640px;height:480px;margin:0 0 10px 10px;\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_eX5ix79eEOg\/ScapKVTzwjI\/AAAAAAAAAr0\/qF1jcWPa1mI\/s640\/Vorfr%C3%BChlingsetappe%20062.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/a><br \/><a href=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/_eX5ix79eEOg\/ScaoZB72j7I\/AAAAAAAAA1U\/7k8NbVSObVs\/s512\/Vorfr%C3%BChlingsetappe%20053.jpg\"><img style=\"float:right;cursor:pointer;width:384px;height:512px;margin:0 0 10px 10px;\" src=\"http:\/\/lh5.ggpht.com\/_eX5ix79eEOg\/ScaoZB72j7I\/AAAAAAAAA1U\/7k8NbVSObVs\/s512\/Vorfr%C3%BChlingsetappe%20053.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/a><br \/>Liebe Freunde,<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">In den letzten Tagen ist es mehr und mehr so, da\u00df die Gastgeber sich richtig freuen<\/span> uns zu Besuch zu haben. Das ist wundersch\u00f6n und gibt mir ein gutes Gef\u00fchl. Wo ich doch manchmal das Gef\u00fchl hatte, mich aufzudr\u00e4ngen, wenn ich\/wir um ein Quartier bitten, ist diese Entwicklung sehr positiv und ersetzt die Bedenken durch eine Gewissheit, das Richtige zu tun.<br \/>Hier in Dahrendorf haben wir gestern so ausgelassen gelacht, das war eine wahre Freude. Der Humor unserer Gastgeber gef\u00e4llt mir.<br \/>Ansonsten war gestern ein recht regnerischer Tag. In Holzhausen waren unsere Socken ganz nass, mu\u00dften unbedingt gewechselt werden. Wolfgang und Tara kauften noch in einem mobilen B\u00e4cker- und K\u00e4sewagen ein. Als dieser wegfuhr hatten wir die Idee, irgendwo zu klingeln und zu fragen, ob wir uns in deren Flur oder drau\u00dfen auf der Veranda umziehen und aufw\u00e4rmen d\u00fcrften. Eine ganz nette ca. 35j\u00e4hrige Frau \u00f6ffnete uns die T\u00fcr, bat uns zu sich in die Wohnung mit der Bemerkung &#8222;Der Kuchen ist gerade fertig geworden&#8220;. Kaffee, Tee und besagter Kuchen wurde serviert. Sie freute sich sehr \u00fcber unseren Besuch. Sie erz\u00e4hlte uns aus ihrem Leben, ist vor einiger Zeit in dieses Dorf zu ihrem Freund gezogen und ihre Aufgabe sieht sie darin, eine gute Pflegemutter zu sein. 3 behinderte Kinder hat sie adoptiert. Zudem liebt sie die Arbeit im Hospiz. Und sie hat immer noch das Gef\u00fchl, da\u00df sie viel mehr machen k\u00f6nnte. Auf dem gro\u00dfen Bauernhofgrundst\u00fcck halten sie einige Tiere f\u00fcr die Kinder.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Ein, zwei Tage waren wir in unserer Gruppe mit dem Thema<\/span> &#8222;Nicht Verstehen, sich nicht verst\u00e4ndlich machen k\u00f6nnen, Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse, aneinander Vorbeireden, Unverst\u00e4ndnis, etc., besch\u00e4ftigt. F\u00fcr dieses Thema sind wir dann gestern gemeinsam gegangen. Dabei viel mir auf, da\u00df dies auch ein Thema an der Grenze ist. Auf dem &#8222;Todesstreifen&#8220; gehend, kam mir der Gedanke, da\u00df wir in Ost und West oft auch dieses Thema haben, da\u00df wir uns nicht verstehen, da\u00df wir uns mi\u00dfverstehen, dass wir Vorurteile aus unserer jeweiligen Denke haben, deshalb manchmal nicht begreifen, was die Anderen meinen. Wir sprechen einen Sprache und doch reden wir manchmal aneinander vorbei. Es braucht sehr viel Achtsamkeit, zuzuh\u00f6ren, begreifen zu wollen, verstehen zu wollen, ohne vorgefertigte Gedankenmuster. Auch hier hinein flo\u00df das Thema der Unterschiedlichen Ebenen ein, weltliche, konserative, alternative, offene, spirituelle Denk- und Begreifensweisen und Erfahrungen. Wie leicht sind hier Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse &#8222;vorprogrammiert&#8220;, weil wir uns auch aus unterschiedlichen Erfahrensbereichen austauschen. Interessantes Thema auf jeden Fall, zu dem es noch einiges Nachzusp\u00fcren gibt. Und zu dem auch einige offene Antworten geblieben sind.<br \/>Gedanken habe ich mir auch gemacht \u00fcber die Kehrseite, die Vorteile, die auch in jedem negativen Thema, Gef\u00fchl, stecken, das Potenzial. Dies k\u00f6nnte in diesem Fall die Neugierde sein, andere Gef\u00fchls- und Erlebniswelten zu verstehen. Es k\u00f6nnte auch ein Schutz sein, tiefe Geheimnisse noch nicht entdecken zu k\u00f6nnen, weil die Zeit noch nicht reif ist. Freude, etwas Neues zu Lernen&#8230;..<br \/>An dieser Stelle f\u00e4nd ich es klasse, wenn ihr Euch zu Wort meldet und Eure Gedanken und Ideen zu dem Thema in den Kommentar schreibt. Als weitere Anregung f\u00fcr uns\/mich. Auch f\u00e4nd ich es klasse, da\u00df ihr uns zu diesem Thema auf der Ebene der Meditation und Gebet unterst\u00fctzt.<br \/>Heute viel mir auf, da\u00df auf der Herbstetappe und bisher auf der Vorfr\u00fchlingsetappe, also auf dem bisherigen Weg an der ehemaligen Grenze entlang, sehr oft Nebel (Herbst) und nun diesiges Wetter, K\u00e4lte und manchmal Regen vorherrscht. Dies k\u00f6nnte auch der Spiegel f\u00fcr etwas Verborgenes Sein, da\u00df sich noch nicht offenbart, oder ein Geheimnis, da\u00df sich noch nicht zeigt. Auch hier danke ich f\u00fcr Denk- und Heil-Anregungen.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Das Achtsame Gehen<\/span> begleitet uns nat\u00fcrlich weiter. Es ist unser allt\u00e4gliches Ritual in der Stille. Wie schon 1 Tag vorher geht die Erfahrung damit tiefer und tiefer. <span style=\"font-weight:bold;\">ES<\/span> geht uns immer \u00f6fter. Achtsames Gehen ist nat\u00fcrlich nicht so gemeit, da\u00df ich nur mit dem Kopf aufpasse, wo ich langgehe, sondern eher so, da\u00df ich aus dem K\u00f6rperbewu\u00dftsein, der Beobachter- und Herzebene schaue und gehe. Dazu geh\u00f6rt, da\u00df wir uns bem\u00fchen, in Liebe Schritte zu tun. In Liebe und W\u00e4rme das Geschenk anzunehmen, auf der Erde zu wandeln, da\u00df die Erde uns tr\u00e4gt und h\u00e4lt. In Liebe und W\u00e4rme aus unserem spirituellen Bewu\u00dftsein gehen und uns einlassen, tiefere und weitere Erfahrungen zu machen, gef\u00fchrt zu werden aus der g\u00f6ttlichen Ebene. Uns hinzugeben in unsere angenommene Aufgabe zu pilgern f\u00fcr den Weltfrieden, das n\u00f6tige daf\u00fcr zu tun und zu begreifen, zu erlernen.<br \/>Das achtsame Gehen hilft dabei, grunds\u00e4tzlich achtsamer zu werden. Achtsam zu komminizieren. Achtsame Handlungen. Achtsames Tun. Achtsames Essen. Achtsames Atmen&#8230;&#8230;<br \/>Und die Fr\u00fcchte dieser Arbeit, sind dann solche Erlebnisse in der Tiefe und Leichtigkeit, wie ich sie am Vortag beschrieben habe. F\u00fcr mich ist es auch ein Ziel, die Gruppe dahin zu f\u00fchren, da\u00df jede\/r die Gelegenheit hat, dies zu erleben. Kommen wir schlie\u00dflich da an, und verbinden sich unsere Energien dann miteinander, str\u00f6mt die Frucht des Energieflusses und Friedens durch uns hindurch, vermehrt sich und tr\u00e4gt dann ganz wesentlich zur Heilung bei. Und dann geht es alles auch ganz ganz einfach.<br \/>Als wir so da gingen, vor zwei Tagen, dachte ich viel an Thich Nhat Hanh, Jesus, Franz von Assisi&#8230; und so m\u00fcssen sie auch gegangen sein. Auch jeden Fall f\u00fchlte ich mich ganz verbunden mit ihnen.<br \/>Und dann entwickelte sich bei mir das Bed\u00fcrfnis, alles so zu tun, jeden Handgriff. Zum Beispiel der Griff nach der Karte in meiner Hosentasche. In Liebe diese Karte ber\u00fchren, das Papier zu f\u00fchlen, zu danken das es die Karte gibt, denen zu danken, die sie erstellt haben&#8230;. In Liebe sie wieder zur\u00fcckzulegen mit diesem Gef\u00fchl der tiefen Dankbarkeit.<br \/>Zu diesem Thema k\u00f6nnte ich mich noch sehr auslassen, es reicht vielleicht aber f\u00fcr heute an dieser Stelle.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Das Fasten<\/span> bekommt mir immer noch sehr gut. Auch hier komme ich in einen interessanten Proze\u00df. Hab das Gef\u00fchl, mich teils von Luft und Liebe zu ern\u00e4hren. Morgens trinke ich oft nichts, manchmal bis zum Nachmittag. Dann den Tee und den Apfelsaft den ich mitgenommen habe. Gestern habe ich bei unseren Gastgebern mitgegessen, aus Lust am Mahl und der guten Atmosph\u00e4re. Gleich werde ich noch mal was essen. Heute morgen ging ich dann einkaufen, dachte ich sollte mich mal mit ein paar Dingen eindecken, falls ich jetzt doch wieder anfange zu essen. Als es dann alles so in dem Einkaufskorb lag, fragte ich mich, was ich damit eigentlich will. Es f\u00fchlte sich noch nicht an der Zeit, wieder grunds\u00e4tzlich anzufangen zu essen. Schliesslich legte ich wieder alles in die Regale zur\u00fcck, behielt meinen Apfelsaft. Ab Morgen trage ich wieder nur Fl\u00fcssiges in meinem Rucksack. Bin sehr gespannt, wie es damit weitergeht.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Vor ein paar Tagen begegneten wir einem ehemaligen Grenzsoldaten<\/span>, der immer auf den Wacht\u00fcrmchen in Berlin sa\u00df, selber aber Schiss hatte, wenn er die Mauer aus Richtung Osten betrachtete. E<br \/>\ns ist gut, zu verstehen, da\u00df die Grenzer auch Angst hatten, ein R\u00e4dchen im Regime waren und immer gehofft haben, da\u00df es Niemanden gibt, der in ihrer Schicht fl\u00fcchtet, damit sie nicht schie\u00dfen m\u00fcssen.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">U.a. infolge dieser Begegnung dachte ich \u00fcber das DDR-Regime<\/span> oder andere Regime nach, machte mir Gedanken dar\u00fcber, wieviele Menschen sind es denn, die ein Regime aufbauen. Ist es vielleicht nur einer, oder eine Gruppe von 5-10, eine Gruppe von 50 oder mehr? Sind es vielleicht nur so wenige, die dann ein System aufbauen, immer mehr in ihr Boot holen, diese abh\u00e4ngig machen oder bedrohen. Sind es vielleicht nur so wenige?<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Wir wandern weiter mit topographischen Karten 1:50000<\/span>. Sie sind aus Niedersachsen und aus Sachsen Anhalt. Die Karten aus Sachsen Anhalt sind ber\u00fcchtigt, da\u00df sie gerne Wege ausweisen, die es nicht gibt, und Wege, die tatsichlich vorhanden sind, nicht eingezeichnet sind. Wir kommen aber weiter gut zurecht.<br \/><span style=\"font-weight:bold;\">Morgen steht eine Wegstrecke an dem m\u00e4andernden Fl\u00fc\u00dfchen Dumme<\/span> an, worauf ich mich schon sehr freue. Bis abends wollen wir eine Strecke von 25 km bis ins Wendland zur\u00fccklegen. Dort sind wir schon in K\u00f6nigsforst bei Wustrow eingeladen.<br \/>Alle lieben Gr\u00fc\u00dfe von Herz zu Herz und Danke f\u00fcr &#8222;Euer bei uns sein&#8220;. Es ist zu sp\u00fcren und hilft.<br \/>Thomas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freunde,In den letzten Tagen ist es mehr und mehr so, da\u00df die Gastgeber sich richtig freuen uns zu Besuch zu haben. Das ist wundersch\u00f6n und gibt mir ein gutes Gef\u00fchl. 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